Anlageklassen & Märkte

Immobilien

Wer in den letzten Jahren eine schwankungsarme Anlageklasse suchte, kam an Immobilien nicht vorbei. Da die Zinsen am Boden waren, überstiegen die Renditen von Immobilien häufig die Zinsen von Tages- und Festgeldkonten. Auf der anderen Seite bieten Immobilien-Fonds eine schwankungsärmere Alternative als die Risiken des Aktienmarktes. Selbst in der Corona-Krise halten acht von zehn Deutschen die Immobilien für sehr wertstabil. Aus diesen Gründen blieben viele Anleger bei den Immobilien hängen.

Und die Fakten der letzten Jahre sprechen für das viel gepriesene Betongold. So wuchsen die globalen Wohnungspreise in den wichtigsten Städten gemessen am Global Residential Cities Index um durchschnittlich 3,7 Prozent pro Jahr. In einzelnen Städten waren aber auch zweistellige Zuwächse möglich. Gleichzeitig sind Immobilien historisch unkorreliert zur Volatilität der Aktienmärkte. 

Wie Sie in Immobilien investieren können

Für Anleger bieten sich inzwischen eine Menge Möglichkeiten, um an den Entwicklungen des Immobilienmarktes teilzuhaben. Das traute Eigenheim genießt in Deutschland noch ein hohes Ansehen. Darüber hinaus hat aber nicht jeder genug Genug Geld auf der hohen Kante, um sich eine Immobilie in den wichtigsten globalen Städten zu kaufen und zu vermieten. Außerdem sind die bürokratischen Hürden bei eigenen Immobilien nicht zu vernachlässigen. Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen um Immobilien als Kapitalanlage einzusetzen. 

Immobilienaktien und Immobilienanleihen

Eine Alternative zu einer eigenen Immobilie sind Immobilienaktien. Inzwischen finden sich etwa im deutschen Leitindex Dax gleich zwei Aktien von Unternehmen, die in Immobilien investieren. Das wäre zum einen die Deutsche Wohnen und zum anderen der Bochumer Konzern Vononia. Außerdem gibt es am Aktienmarkt noch die sogenannten REITs, also Real Estate Investment Trusts. Das wiederum sind Immobilienunternehmen, die besondere Voraussetzungen etwa bei der Fremdverschuldung erfüllen und die Verknüpfung von Kapital- und Immobilienmarkt darstellen sollen. Außerdem locken die REITs mit hohen Dividenden und Steuerbefreiungen.

Teilweise emittieren Unternehmen mit Immobilienbezug auch Anleihen, um sich Kapital bei privaten Anlegern zu leihen. Hier investieren Anleger aber mit dem Risiko, dass der Emittent in finanzielle Schwierigkeiten kommt. Je höher der Zinssatz ist, desto höher ist auch das Ausfallrisiko der Anleihe.

Offene und geschlossene Immobilienfonds

Auch Immobilienfonds sind eine Möglichkeit, um an der Branche zu partizipieren. Dabei wird zwischen geschlossenen und offenen Fonds unterschieden. Bei offenen Immobilienfonds ist das Volumen der Investitionen nach oben hin nicht limitiert, außerdem können die Anteile jederzeit an der Börse gekauft und verkauft werden. Die Kosten bei offenen Immobilienfonds sind überschaubar. Bei geschlossenen Produkten werden alle Anteile verkauft, meist gibt es eine nicht unerhebliche Mindestanlage. Wenn das vorher festgelegte Investitionsvolumen erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Die Anleger bleiben dann bis zum Ende der Laufzeit im Fonds investiert.

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