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Anlageklassen & Märkte

Zertifikate

Seit über 30 Jahren gibt es die Assetklasse Zertifikate in Deutschland. Während Sie aus den Portfolien von Selbstentscheidern, Vermögensverwaltern und im Private Banking meist nicht mehr wegzudenken sind, trauen sich manche Anleger noch nicht an die vielseitigen Produkte heran. Dabei können Zertifikate hinsichtlich Transparenz und Kosten häufig gegenüber anderen Assetklassen Punkten.  Da es sich bei Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen handelt, sollte analog zu Anleihen auch bei Zertifikaten die Bonität des Emittenten nicht außer acht gelassen werden.

Was sind Zertifikate?

Anlagezertifikate werden vom Emittenten aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt. Daher handelt es sich dabei um strukturierte Produkte. Hinter börsengehandelten Zertifikaten stecken eine Menge Möglichkeiten, welche die klassischen Anlageklassen wie Aktien, Fonds oder Anleihen nicht bieten. Wobei diese trotzdem eine große Rolle für Zertifikate spielen. Jedes Zertifikat beruft sich nämlich auf einen Basiswert. Das kann alles Mögliche sein – Aktien, Index, Anleihen oder Rohstoffpreise. Je nachdem, wie sich dieser Basiswert entwickelt,  entwickelt sich der Kurs des entsprechenden Zertifikats.

Das wiederum liegt an der speziellen Konstruktion eines einzelnen Zertifikats. So gibt es Produkte, mit denen Anleger von seitwärts, leicht sinkenden oder gar fallenden Märkten positiv profitieren können. Auf der anderen Seite werden auch Zertifikate gehandelt, die ähnlich wie ETFs an die Wertentwicklung eines Index gebunden sind. Der Vielfalt sind bei Zertifikaten keine Grenzen gesetzt – die wichtigsten Arten sollten aber alle Anleger kennen.

Die sogenannten Partizipationszertifikate bilden die Wertentwicklung eines Basiswerts wie einer Aktie, einem Index, einem Wertekorb oder eines Rohstoffs ab, ohne dass Anleger diesen Wert besitzen müssen. Das macht den Handel von mehreren Werten gleichzeitig deutlich einfacher. Mit Discountzertifikaten können Anleger dagegen ihr Risiko begrenzen, was ihnen allerdings auch nur eine gedeckelte Rendite einbringt. Bonuszertifikate locken mit einem Bonus, der ausgezahlt werden kann, wenn sich der Kurs des Basiswerts innerhalb vorher festgelegter Grenzen bewegt. Andere Produktarten sind Hebel-, Garantie- oder Airbag-Zertifikate.


Zertifikate kaufen? Diese Vorteile bieten strukturierte Produkte Anlegern

Nicht nur die verschiedenen Konstruktionen bieten Anlegern, die Zertifikate kaufen wollen, Vorteile. So sind Zertifikate durch ihre Börsennotierung recht liquide und können bei Bedarf auch wieder an den Märkten verkauft werden. Mit dem Einsatz von Zertifikaten können außerdem Risiken des restlichen Depots gezielt begrenzt werden. Und noch mehr als das: Investmentstrategien für bestimmte Marktsituationen lassen sich punktgenau ausführen – mit dem An- und Verkauf von Wertpapieren ist das etwa nicht unbedingt möglich.