16. März 2018: Tag der Aktie

Der "Tag der Aktie" findet wieder am 16. März 2018 statt, er wird von der "Aktion pro Aktie", beteiligten Banken und der Deutschen Börse ausgerichtet. Das Ziel dieses zum

Der "Tag der Aktie" findet wieder am 16. März 2018 statt, er wird von der "Aktion pro Aktie", beteiligten Banken und der Deutschen Börse ausgerichtet. Das Ziel dieses zum wiederholten Mal stattfindenden Aktionstages besteht darin, Aktienanlagen der Deutschen zu fördern und speziell dem Wertpapier Aktie zu einem besseren Ruf zu verhelfen. Anleger können am Tag der Aktie ab 1.000 Euro Mindestvolumen bei den teilnehmenden Banken Aktien gebührenfrei ordern.

Wie stehen die Deutschen zu Aktien?

Ein knappes Drittel aller Deutschen besitzt Aktien oder ist indirekt (über Zertifikate) in sie investiert. Das Gros der Aktienkäufer hierzulande ist etwas jünger, die Tendenz der Käufe ist zunehmend. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Aktienbesitzer gegenüber 2016 um sechs Prozent, wobei vor allem die jüngeren Anleger ihren Aktienanteil bei allen Anlagen erhöhten. Diese Gruppe hat sogar bei ihren Aktivitäten sehr deutlich zugelegt: Bei den Anlegern von 25 bis 34 Jahren stieg der Aktienanteil von vormals 19 auf nun 33 Prozent. Die "Aktion pro Aktie" entstand durch eine repräsentative Studie unter dem Titel "Aktienkultur in Deutschland". Dabei wurden 2.000 Bundesbürger befragt.

Haltung zu Aktien: große Diskrepanz zwischen Einsicht und Handeln

Viele Deutsche wissen, dass Aktien beim gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld als Anlageform eigentlich alternativlos sind. Laut Befragung dachten 42 Prozent über eine Aktieninvestition nach, doch nur 11 Prozent kauften tatsächlich Aktien oder Derivate auf Aktienwerte. Die große Erfahrung von älteren Personen - das bedeutet von Menschen jenseits des 40. Lebensjahres - macht die Entscheidung pro Aktie nicht leichter, sondern schwerer. Diesen Jahrgängen sind die Finanzcrashs der Jahre 2001/02 und 2007/08 sowie der Mini-Crash 2011 (nach der Fukushima-Katastrophe) noch gut präsent. Dementsprechend scheuen vor allem ehemalige Aktienbesitzer die erneute Anlage: Sie haben sich einmal oder gar mehrmals die Finger verbrannt.

Knapp die Hälfte dieser Gruppe dachte zwar ernsthaft über eine Investition nach, entschied sich jedoch letztendlich dagegen. Dabei sind zwei Angstmotive ausschlaggebend: die generelle Angst, Geld zu verlieren, sowie die Angst, auf die falschen Aktien zu setzen. Es gibt allerdings auch viele Deutsche (25 % der Befragten), denen schlicht das Geld zum Aktienkauf fehlt. Dieses sollte man übrig haben, dazu rät jeder Experte.

Vorurteile gegenüber Aktien

Das größte Vorurteil gegenüber Aktien betrifft deren spekulativen Charakter. Als generell spekulativ, also per se unsicher betrachten sie 48 Prozent aller Deutschen, als reines "Zockerpapier" 14 Prozent. Dass die Aktien von soliden Unternehmen auf lange Sicht praktisch immer im Wert zulegen (trotz zwischenzeitlicher Einbrüche), wissen die wenigsten Menschen. Das ist auch nicht einfach zu erkennen. Hierzu muss man sich Charts über Jahre und Jahrzehnte anschauen, was teilweise rein technisch gar nicht so einfach ist. Viele Börsenportale stellen grafisch - also als auf einen Blick erkennbaren Chart - nur die letzten fünf bis maximal zehn Jahre einer Aktie dar.

Doch das genügt nicht, um zu erkennen, welches Potenzial in einer soliden Aktie als Altersvorsorge steckt. Es ist möglicherweise zu sehen, dass sich ein Dax-30-Wert in den letzten sieben Jahren verdoppelt hat, doch die Kurse von vor 25 bis 30 Jahren muss man mühselig nachschlagen. Zum Vergleich die Stammaktien von BMW: Sie kosten am 12. März 2018 um 85 Euro, vor zehn Jahren auf den Tag genau waren es rund 34 Euro. 1990 allerdings kostete das Papier nur etwas über fünf Euro. Wer damals eingestiegen wäre, hätte heute für die Rente bestens vorgesorgt - trotz der Crashs 2002 und 2008.

Am Tag der Aktie gebührenfrei handeln

Den gebührenfreien Handel an der Frankfurter Börse von DAX-30-Aktien und -ETFs ermöglichen am 16. März die comdirect bank AG, die Consorsbank und die ING-DiBa AG. Das Angebot soll die deutsche Aktienkultur verbessern. Zum Tag der Aktie gehören auch Studien, Veranstaltungen und Bildungsangebote.