41,5 Millionen Euro: Das Finanz-Startup Finleap erhält erneut Investorengelder

Das Berliner Startup-Unternehmen Finleap erhält erneut Investorengelder in Millionenhöhe. Dieses Mal setzt der chinesische Versicherungsriese Ping sein Vertrauen in das Unternehmen. Mit dem Geld sollen neue Unternehmen gegründet und der hauseigene Finanz-Service ausgebaut werden.

Finleap kann nicht zum ersten Mal große Investorengelder sammeln. Bereits im vergangenen Jahr hat das Startup rund 39 Millionen Euro gesammelt, 2016 waren es 21 Millionen Euro. Zu den Investoren zählen unter anderem der Versicherer Hannover Rück, die niederländische NIBC Bank und die deutsche Versicherungsgesellschaft Signal Iduna. Hannover Rück investierte 2017 bereits zum wiederholten Mal in das führende europäische Fintech-Unternehmen. Auch MS&AD Aventures investierte in der Vergangenheit in das Unternehmen und könnte Teil zukünftiger Finanzierungsrunden sein. Seitdem wurden aus den 12 Unternehmen, die Finleap noch 2017 beherbergte, 16 und aus den rund 450 Mitgliedern fast doppelt so viele.
Das frische Kapital soll für die internationale Expansion und die Entwicklung neuer Technologien verwendet werden. CEO Ramin Niroumand ist von dem zukünftigen Erfolg seines Startups überzeugt.


Kapital für neue Technologien und geographische Expansion

Die jüngste Finanzspritze will Finleap zur Umsetzung hochgesteckter Ziele nutzen. Teil des geplanten Wachstumsmkurses sind die geographische Expansion in außereuropäische Länder sowie die Entwicklung neuer Technologien. Auch die Gründung gänzlich neuer Fintech-Unternehmen steht auf dem Plan des erfolgreichen Berliner Startups.

“Alle unsere Investoren haben ein herausragendes internationales Profil und vielfältige Stärken, wovon wir in unserer weiteren Entwicklung enorm profitieren werden. Wir haben eine Versicherung, einen Rückversicherer, Partner für die internationale Expansion, eine Bank und nun einen Vorreiter bei technologischen Entwicklungen”, so Ramin Niroumand zur aktuellen Finanzierungsrunde.
Die hauseigenen Fintech-Plattformen Finreach Solutions und Infinitec Solutions sollen weiter ausgebaut werden. Beide System bieten Paket- und Komplettlösungen für junge Unternehmen, die sich aus Finanzprodukten und Services zusammensetzen. Über Finleap haben Unternehmen die Möglichkeit, sich eigene Finanzdienste wie in einem Baukasten zusammenzubauen.


Neues Mitglied im Finleap-Beirat

Finleap wurde im Jahr 2014 von der Hitfox-Gruppe und Ramin Niroumand gegründet. Bis dato vereint das erfolgreiche Startup ganze 16 Firmen, unter anderem die 225 Millionen Dollar schwere Solarisbank und den wenig erfolgreichen Tarifwechsel-Service-Moneymap, der kürzlich geschrumpft wurde.
Aktuell beschäftigt die Finleap-Gruppe rund 700 Mitarbeiter aus mehr als 60 Nationen. Mit den neuen Geldern soll die Zukunft der zugehörigen Unternehmen gesichert werden. Die Investitionsrunde bringt allerdings auch Veränderungen im eigenen Finleap-Beirat mit sich. Ab sofort sitzt Donald Lacey, Managin Director und Chief Operating Officer von Ping An Global Voyager im Beirat und wird die Ziele des Startups weiter vorantreiben.