8K: Fernsehrevolution ohne Inhalte

Die Funkausstellung in Berlin ist ein der wichtigsten Elektronikmessen auf der Welt. Hier stellen die Firmen Neuheiten vor und wecken Begehrlichkeiten. Dieses Jahr haben viele Unternehmen sich mit neuen Technologien beschäftigt. Die Fernsehauflösung mit der Auflösung in 8K ist dabei ein weiterer Meilenstein, doch nur wenn es Anbieter mit passenden Inhalten gibt, kann diese Technik zu einem Erfolg werden.

Die jährliche Fachausstellung startete wieder mit der Vorstellung von neuen Trends und Fortschritten. Die Fabrikanten wollen dort aber nicht nur neue Smartphones oder Haushaltsgeräte vorstellen, die oftmals kein Interesse wecken, daher sind Unterhaltungsmedien das Mittel der Wahl. Besonders Fernsehgeräte gelten als Kundenmagneten und sorgen für Aufmerksamkeit. Auch heute stellen die Anbieter eine neue kleine Revolution dort vor.

 

Die 8K-Technologie

Der südkoreanische Konzern Samsung, der auf diesem Gebiet Weltmarktführer ist, erklärte in einer Pressekonferenz, dass die „8K Revolution“ bald der neue Standard für TV-Geräte ist. Die Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln bezeichnet dabei den Begriff „8K“. Dieser drückt eine Vervierfachung im Vergleich zum derzeit geltenden Standard 4K aus, der auch unter „UHD“ bekannt ist. Dabei bedeutet die Pixelerhöhung für den Zuschauer, dass er mehr Details sieht und es auch auf großen Bildschirmen zu keinen Qualitätsverlusten mehr kommt. So kann sich ein Nutzer, der derzeit ein Gerät mit einer Bildschirmdiagonalen von 80 Zoll hat, ein Produkt mit 160 Zoll anschaffen, ohne dass es zu einer Verschlechterung der Farbschärfe und Bildtiefe kommt, wenn sich dieser für diesen neuen Weg entscheidet.

 

Noch viel Theorie und wenig Praxis

Doch damit das ganze Projekt Sinn macht, ist eine Zusammenarbeit zwischen den Herstellern und Fernsehmachern notwendig. Produzieren diese keine Formate, die für dieses hochauflösende Medium geeignet sind, so ist eine Anschaffung für den Konsumenten nicht sinnvoll. Samsung geht jedoch davon aus, dass die Inhalte bald kommen und die Fernsehverantwortlichen die Vorteile erkennen. 

Mit dem „Q900“ bringt der Betrieb ein Modell heraus, das dem Zuseher ein neues TV-Erlebnis vermitteln soll. Dabei ist die Anschaffung allerdings teuer: Knapp 5000 Euro muss ein Interessent für ein Gerät mit einer Breite von 65 Zoll zahlen. Sollen es 85 Zoll sein, verdreifachen sich die Anschaffungskosten.

Da es noch keine passenden Inhalte gibt, und sich der Zuseher trotzdem über eine neue Qualität freuen darf, kommt es zum Einsatz von künstlicher Intelligenz. Diese rechnet die niedrigeren Werte hoch, weshalb es zu einem „Upscaling“ kommt.

Auch LG möchte auf diesem Markt erfolgreich sein, weshalb man ebenfalls ein Gerät mit diesen Eigenschaften entwickelt und vorgestellt hat. Hierbei nutzt die Firma die OLED-Technologie und stattete weltweit zuerst einen Fernseher damit aus. Diesen kann der Interessierte aber nur ansehen und noch nicht kaufen, da es sich um eine Studie handelt. Wann diese in Serie geht und wie hoch der Anschaffungspreis dafür ist, ist noch nicht bekannt.

Experten gehen davon aus, dass es die ersten Angebote, die für 8K produziert werden, bei Streaming-Diensten gibt. Voraussichtlich handelt es sich dabei nicht um die neuesten Kinofilme aus den Traumfabriken, sondern um Klassiker, die eine Nachbearbeitung erhalten.