Abgesang an den Bullenmarkt

Dow Jones und S&P 500 haben gestern zwischen 2,6 und 4,2 Prozent ihres Wertes verloren. Auch der Nasdaq musste einen Verfall der Kurse um 4,4 Prozent beobachten. Der Grund dafür liegt vor allem in der Befürchtung der Anleger, dass die gute Phase für die Börsen langsam endet. Das zeigt sich auch daran, dass viele bekannte Namen, darunter Apple und AT&T zu den größten Verlierern des gestrigen Tages gehörten. Alles in allem haben viele der Indizes in den letzten Tagen ihren Gewinn seit Beginn des Jahres wieder aufgebraucht und befinden sich somit im Status von Januar 2018. Neben der generellen Stimmung an den Börsen sind es auch die vielen globalen und regionalen Konflikte, die das Klima derzeit vergiften. Neben dem Brexit und den bevorstehenden Midterm-Wahlen in den USA sind auch der Konflikt mit Saudi-Arabien und der Handelsstreit mit China starke Belastungsproben für die Kurse. 

 

Auch der deutsche Aktienmarkt bricht ein 

Nicht nur die amerikanischen Märkte sind betroffen: Angeheizt von den schlechten Stimmungen an den anderen Märkten hat auch der Dax in den letzten Tagen deutlich nachgegeben. Sollte der Trend anhalten, kann man recht sicher sein, dass er sich bald unter die Marke von 11.000 Punkten begeben wird. Vor allem die Deutsche Bank gehört hier zu den Verlierern. Ihre Kurse haben zuletzt wieder deutlich nachgegeben. Alles in allem besorgt die Analysten die derzeitige Lage. Manche von ihnen sprechen bereits von einer Herbstdepression, die sich an den internationalen Märkten breit macht. Zwar waren zuletzt vor allem Aktien von Tech-Giganten betroffen, angesichts wirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen kann man aber sicher sein, dass sich die langfristige Entwicklung nicht alleine auf diese Titel konzentrieren wird. 

Auch der Kurs des Euro sank erstmals wieder auf die Markt von 1,14 Dollar für den Euro. Alles in allem ist zu erwarten, dass sich dieser Trend in den nächsten Wochen fortsetzen wird. Es sind nicht nur Geschehnisse wie Saudi-Arabien, der Brexit oder das angespannte Klima zwischen den USA und Russland, die einen Einfluss auf die Kurse haben. Zuletzt war auch festzustellen, dass viele Unternehmen eher enttäuschende Zahlen und sogar einige Gewinnwarnungen ausgeben mussten. Allgemein scheint das Klima für Investitionen derzeit nicht gut zu sein, Man muss wohl wenigstens die Wahlen in den USA und den Kurs für den Brexit abwarten, um verlässliche Prognosen für die mittelfristige Zukunft an den Märkten abzugeben.