Absturz der Bayer-Aktie schockt Anleger

Es geht bei der Klage um den Unkrautvernichter Glyphosat, der schon eine Weile im Zentrum von öffentlicher Kritik steht. In Amerika hat ein Mann aufgrund seiner Krebserkrankung gegen Monsanto geklagt. Er führt ins Feld, dass das Mittel einen direkten Einfluss auf seine Erkrankung hatte und diese vielleicht sogar ausgelöst hat. Ein Gericht hatte zuerst eine hohe Schadenssumme gegen den Konzern ausgesprochen, Monsanto ging in die Berufung. Es war etwa in dieser Zeit, in der das Unternehmen von Bayer für eine Milliardensumme aufgekauft wurde. Nachdem es Hinweise gab, dass das Urteil vielleicht gekippt wird, sah man sich bei Bayer bereits entspannt - nur um jetzt mit dem neuen Urteil einen Rückschlag zu erleiden. Zwar wurde die Schadenssumme gesenkt, allerdings sieht sich Bayer noch immer mit weiteren 8700 Klagen konfrontiert. Der Aktienkurs von Bayer sank nach der Ankündigung entsprechend um zehn Prozent.

Das Problem der angehängten Klagen könnte zu einer Belastung für Bayer werden. Man hat für Monsanto bereits tief in die Tasche greifen müssen und mit einem Kaufpreis von 60 Milliarden Dollar erhebliche Mittel aufbringen müssen. Dabei hatte man vor allem darauf gehofft, dass die Klagen abgewiesen werden, wie es zuerst auch von der Richterin in Betracht gezogen war.


Wie riskant ist die Investition in Papiere von Bayer?

Der Kurs sank deutlich und hat sich damit nicht das erste Mal in diesem Jahr deutlich nach unten bewegt. Bei der langfristigen Prognose für die Papiere von Bayer gehen die Meinungen auseinander. Während manche Experten hier weiterhin eine klare Tendenz zum "Buy" sehen, verweisen andere darauf, dass das Urteil den Kurs noch einige Jahre belasten könnte. Momentan sind die möglichen Schadensersatzansprüche noch nicht in den Kurs eingespeist, entsprechend schnell könnte ein weiteres Urteil den Kurs wieder belasten. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass bei einer möglichen Berufung gegen das Urteil der Fall sogar bis zum Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gehen könnte. Entsprechend unsicher ist die Lage für Bayer und die Belastungen sind bereits seit dem Beginn des Jahres zu bemerken.

Seit Jahresbeginn ist die Aktie um rund 26 Prozent gesunken. Davon ausgehend, dass das Urteil auch weiterhin einen direkten Einfluss auf die langfristigen Planungen von Bayern und Monsanto haben wird, sollte man in diesem Fall genau überlegen, ob ein solches Investment sinnvoll ist. Zumindest bleibt festzuhalten, dass die Aktien von Bayer derzeit als riskant einzustufen sind.