adidas übertrifft die Erwartungen der Analysten und geht durch die Decke

Im letzten Quartal lief es besonders gut für adidas. Das Unternehmen, welches seinen Sitz in Herzogenaurach hat, konnte sogar die Analysten überraschen. Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 17 Prozent von 505 Millionen auf 592 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg um 20 Prozent von 347 Millionen Euro im Vorjahr auf 418 Millionen Euro. Auch der Umsatz stieg: 5,26 Milliarden Euro konnte adidas von April bis Juni umsetzen und damit knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der währungsneutrale Umsatzerlös stieg um 10 Prozent. Der Umsatz der Marke Reebok sank um 3 Prozent und der Umsatz der Marke adidas stieg um 12 Prozent.
adidas erzielte eine zweistellige Steigerung in den Kategorien Training, Running und Fußball. Die Kategorie „Sport Inspired“ wuchs, besonders durch den Umsatz von Schuhen und Bekleidung, um 7 Prozent.
Auch der E-Commerce von adidas konnte um 26 Prozent zulegen. Die App von adidas wurde, bis zum Ende des Quartals, 2,5 Millionen Mal heruntergeladen.
adidas konnte höhere Beschaffungskosten und den negativen Währungseffekt ausgleichen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 2,072 Milliarden Euro auf 2,261 Milliarden Euro. Der Hauptgrund für diesen Anstieg waren die PR-Maßnahmen für die Fußballweltmeisterschaft.

 

adidas-Aktie schießt in die Höhe

Nachdem adidas am Donnerstag seinen Quartalsbericht veröffentlichte, stieg die Aktie innerhalb weniger Stunden von 190 Euro auf 210 Euro, wobei die Aktie mit einer großen Kurslücke in den Handelstag startete.
Grund für den starken Zuwachs waren die falschen Erwartungen des Marktes. Die Analysten von Wells Fargo hatten die Kursziele der adidas-Aktie im Juni von 220 Euro auf 180 Euro gesenkt. Auch andere Analysten haben dem Unternehmen dieses Ergebnis nicht zugetraut.
Am Donnerstag konnte die Aktie zeitweise einen Kursgewinn von 10 Prozent verzeichnen. Damit führte adidas den Dax an. Als nächster großer Widerstand fungiert das Allzeithoch vom 18. April dieses Jahres von 215,50 Euro.
adidas gab bekannt, dass auch im nächsten Quartal zweistellige Zuwächse erwartet werden.