Adidas wächst rasant weiter

Adidas kann Gewinn erneut steigern

Trotz des starken Euros konnte Adidas erneut den Gewinn kräftig steigern. Insbesondere der Entfall von Rabatten sowie die Einführung neuer und hochpreisiger Produkte sorgte dafür, dass die negativen Währungseffekte mehr als kompensiert werden konnten. Zusätzlich konnte der Konzern die Kosten senken, sodass das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gesteigert werden konnte. Insgesamt erzielte der Konzern ein operatives Quartalsergebnis von 746 Millionen Euro. Die Erwartungen von Investoren und Analysten konnte Adidas somit deutlich übertreffen.

Vor allem die Bestätigung des Konzerns hinsichtlich der jährlichen Gewinnerwartungen halten viele Analysten für sehr konservativ. Insbesondere der sinkende Währungsdruck im Verlauf des Jahres sorge dafür, dass die Gewinne steigen werden. Trotz des guten Quartalsergebnisses sorgte der konservative Ausblick für Gewinnmitnahmen, sodass die Adidas-Aktien bis auf 202 Euro nachgaben. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass Adidas im bisherigen Jahr das stärkste Wachstum unter den DAX-Titeln realisieren konnte. Das im März verkündete Rückkaufprogramm gab den Papieren zusätzlichen Schub, sodass sie Mitte April bei 215 Euro notierten.


Onlinegeschäft wächst und Reebok verzeichnet Umsatzeinbruch

Laut Kasper Rorsted, dem Adidas-CEO, sei der Gewinn trotz der hohen Investitionen weiter gestiegen. Zusätzlich sorgt die kommende Weltmeisterschaft und der Verkauf von Trainings- und Laufkleidung für steigende Gewinne. Vor allem der firmeneigene Onlineshop verzeichnet ein starkes Wachstum, welches sich im zweistelligen Bereich befindet. Dabei fand das stärkste Wachstum in Asien und Nordamerika statt.

Etwas kritischer ist dahingegen die Entwicklung von Reebok, denn die Umsätze sanken währungsbereinigt um drei Prozent. Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich die Marke in einer Neuausrichtung. Zudem sollen im Laufe des Jahres die Umsätze steigen, sodass die Sparte bis 2020 profitabel agiert. Schlussendlich soll der Gewinn des gesamten Konzerns bis zum Jahresende bei 1,7 Milliarden Euro notieren.