Amazon - das zweitwertvollste Unternehmen der Welt

Amazon gilt als der wohl bekannteste Online-Handelsplatz und nun auch das zweitwertvollste Unternehmen der Welt. Am Dienstag, den 20. März 2018 konnte Amazon die Alphabet Inc. überholen und sich somit auf Rang zwei der wertvollsten Unternehmen begeben.

Amazon gilt als der wohl bekannteste Online-Handelsplatz und nun auch das zweitwertvollste Unternehmen der Welt. Am Dienstag, den 20. März 2018 konnte Amazon die Alphabet Inc. überholen und sich somit auf Rang zwei der wertvollsten Unternehmen begeben. Einzig Apple weist eine höhere Marktkapitalisierung auf.

Mit einer Wertsteigerung von 2,7 % erreichte Amazon eine Marktkapitalisierung von 768 Milliarden US-Dollar, während Alphabet Inc. 0,4 % des Börsenwertes einbüßte und somit eine Marktkapitalisierung von 762 Milliarden erzielte. Apple thront weiterhin unangefochten auf dem ersten Platz und besitzt eine Marktkapitalisierung von 889 Milliarden US-Dollar.

Technologieaktien weiterhin auf dem Vormarsch

Wird ein genauerer Blick auf die Börsenwerte der wertvollsten Unternehmen geworfen, so fällt auf, dass die fünf wertvollsten Unternehmen zur IT-Branche zählen. Dieser Umstand lässt erahnen, dass Technologiewerte zum aktuellen Zeitpunkt die bevorzugten Investmenttitel der Anleger sind. Zudem haben Investoren in diesem Jahr bereits mehr als fünf Milliarden US-Dollar in Technologie-Aktienfonds investiert. Im letzten Jahr wurden im Vergleich lediglich rund zehn Milliarden US-Dollar in Technologie-Aktienfonds investiert.

Werden die Investitionen auf Technologieaktien spezifiziert, so belief sich die Höhe der globalen Investments allein im Januar auf vier Milliarden US-Dollar. Einzig im März 2000 wurde mehr Geld in Technologieaktien investiert. Wobei sich der Markt zu diesem Zeitpunkt in der ersten großen Hausse von IT-Aktien befand. Bekanntlich platzte Ende März 2000 diese Blase und schickte die Kurse der IT-Unternehmen auf eine Talfahrt.

Marktkonsolidierung im Februar

Nachdem das Börsenjahr 2017 von den Bullen dominiert wurde, zeigte sich im Februar ein etwas anderes Bild, denn die globalen Aktienmärkte konsolidierten. Dieser Umstand führte dazu, dass viele Investoren verunsichert wurden, waren Sie Abwärtsbewegungen schlicht und einfach nicht mehr gewohnt. Allerdings konnten insbesondere die IT-Werte schnell eine Erholung einläuten und die Indizes auf bekannte Höhen hieven. Insbesondere die Technologiewerte des S&P 500 haben seit diesem Zeitpunkt rund 13 % zugelegt und somit eine doppelt so starke Performance wie der S&P selbst hingelegt.

Viele Experten sehen diese Entwicklung als risikoreich, denn der aktuelle Aufschwung wird von verhältnisweise wenigen Werten getragen. Eine Konsolidierung dieser Werte könnte auch negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Gesamtmarktes mit sich bringen. Selbst zum aktuellen Zeitpunkt werden die hohen Bewertungen von Unternehmen wie Amazon skeptisch betrachtet und als zu hoch eingestuft. Werden die Daten des Informationsdienstes Factset herangezogen, so liegt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 161. Dieser Wert bezieht sich auf die erwarteten Gewinne des aktuellen Jahres.

Auch der bekannte Streamingdienst Netflix weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 106 auf und ist somit sehr teuer bewertet. Der S&P 500 besitzt dahingegen zum aktuellen Zeitpunkt lediglich ein durchschnittliches KGV von 17. Oftmals wird das KGV herangezogen, um eine Aktie als teuer oder günstig einzustufen. Hierbei sollte jedoch stets das KGV einer Branche verglichen werden, da ansonsten Fehlinterpretationen getroffen werden können.

Amazon ein Wachstumstreiber

Allein im Jahr 2018 schaffte es Amazon ein Kurswachstum von 35 % zu erzielen. Dies liegt neben dem boomenden Online-Geschäft auch an den Amazon Web Services. Hierbei handelt es sich um die Cloud-Sparte des Unternehmens. Des Weiteren sollten Investoren beachten, dass Amazon auch in den kommenden Jahren einen Großteil des Gewinns in das Wachstum investieren wird und somit eine Dividendenzahlung eher unwahrscheinlich erscheint.