Anleger schieben Italien-Sorgen beiseite

Die populistische Regierung in Italien besteht aber auf ihren Entwurf für einen Haushalt und begründet dies vor allem mit den nötigen Investitionen um eine Rezession im Land zu verhindern.
Bei Minus 0,3 Prozentpunkten und somit einem Wert von 11.524 schloss der Dax am Montagabend. Auch der Eurostoxx verzeichnete ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum letzten Handelstag. Darüber hinaus verlor auch der Dow Jones 0,4 Punkte. All diese Werte sind aber weitaus weniger schlimm, als es in Analysten in den letzten Tagen gezeichnet haben. Es scheint vor allem die Krise zwischen der EU und Italien zu sei, die einen direkten Einfluss auf das Geschehen an den Handelsmärkten hat. Noch immer befinden sich EU und Italien in einem direkten Konflikt über den nächsten Haushalt miteinander. Italien besteht auf seine Pläne - die EU sieht sie als nicht umsetzbar an.

Mit Spannung wurde die neue Einstufung von Italien seitens Moodys erwartet. Die Papiere Italiens befinden sich nun nur noch eine Stufe über dem berüchtigten Ramsch-Status. Erst zeigten sich die Kurse aber erfreut darüber, dass Moodys die Tendenz vorerst auf stabil gesetzt hat. Nach und nach schienen die Analysten aber zu erkennen, dass die ausführliche Bewertung seitens Moodys nicht ganz so positiv war, wie sie einige wahrnehmen wollten. Noch immer befindet sich das Land in einer überaus heiklen Situation. Darüber hinaus haben dann auch vor allem die italienischen Bankenkurse nachgegeben, die wohl am ehesten durch den Konflikt in Probleme geraten könnten.

Derzeit werden die Gewinner und Verlierer an den Börsen vor allem von den neuen Quartalszahlen bestimmt. Hasbro und Philips waren dabei zwei der größten Verlierer an den Tag, aber auch die Aktien vieler Autohersteller und Banken haben am heutigen Handelstag wieder gelitten. Allgemein scheint sich die Börse derzeit eher unruhig zu verhalten - die derzeitigen Krisen und Unsicherheiten sorgen dafür, dass das Klima bei vielen Investoren eher gedrückt ist. Schlechte Quartalszahlen bei vielen unternehmen sin dafür ein weiterer Indikator. Besonders die Entwicklungen in der Autobranche und die vielen Korrekturen aufgrund des langen Sommers in Deutschland wirkten sich schon in den letzten beiden Wochen direkt auf die Kurse vieler wichtiger Unternehmen aus.