Apple plant Billig-Notebook im MacBook Air Style

Apple plant Gerüchten zufolge die Herstellung einer billigen Version des Verkaufsschlagers MacBook. Der Nachfolger des MacBook Air soll nach Berichten des US-Dienstes Bloomberg mit einem Retina-Display ausgestattet sein und für weniger als 1000 US-Dollar angeboten werden. Gleichzeitig arbeitet Apple offenbar an einer neuen Auflage des fast schon in Vergessenheit geratenen Mac Mini für seine Pro-Kundschaft.

Bloomberg zitiert in dem Bericht anonyme Quellen, die mit der Entwicklung vertraut sind, aufgrund der andauernden Entwicklungsphase aber nicht namentlich genannt werden möchten. Das neue MacBook soll wie der Vorgänger mit einem 13 Zoll Display ausgestattet sein und dank der Retina-Technologie eine höhere Auflösung haben. Der Rand, in den das Display eingefasst ist, soll dagegen dünner ausfallen als bisher. Das MacBook Air Modell des US-Amerikanischen Herstellers wurde über mehrere Jahre hinweg nicht grundlegend verändert. Es ist heute der einzige Laptop von Apple, der nicht mit einem hochauflösenden Display ausgestattet ist.

 

Erste große Neuerung seit Jahren

Zuletzt hatte es im vergangenen Jahr eine kleinere Verbesserung mit schnelleren Prozessoren gegeben. Die letzten Modelle des MacBook Air lagen preislich deutlich über der Marke von 1.000 US-Dollar und waren daher nur für eine geringe Zahl an Apple-Kunden erschwinglich. Das soll das neue MacBook Air nun ändern. Mit einem Preis unterhalb von 1.000 US-Dollar will das Unternehmen aus Kalifornien mehr Kunden ansprechen, hat aber auch Abnehmer wie beispielsweise Schulen im Blick, die ihre Technik aufrüsten möchten.

 

Apple wird hohen Ansprüchen weniger gerecht

Die Macs sind noch immer ein zuverlässiger Umsatzbringer für Apple, auch wenn in den vergangenen Monaten die Kritik von professionellen Nutzern zugenommen hat, die Geräte würden ihren speziellen Ansprüchen immer weniger gerecht. Das schlägt sich auf die Verkaufszahlen durch. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres lagen die Verkäufe mit 3,7 Millionen Stück auf dem niedrigsten Niveau seit 2010. Zu schaffen machen dem Hersteller zudem billigere Angebote der Konkurrenz, die vor allem für Schulen und Universitäten interessant sind. Mit der günstigeren Variante des MacBook Air will Apple in diesem Markt verstärkt angreifen und die wachsende Konkurrenz in den Griff bekommen. Ob das neue Gerät allerdings tatsächlich unter dem Namen MacBook Air laufen wird, ist derweil unklar.

 

Erstes Update für Mac Mini in vier Jahren

Auch für seine treuen Pro-Kunden plant Apple eine interessante Neuauflage. Zum ersten Mal seit vier Jahren wird Apple eine neue Version Mac Mini Computers vorstellen. Das Gerät richtet sich vornehmlich an professionelle Nutzer zur App-Entwicklung oder Verwaltung von Server-Farmen. Preislich lag das Modell bisher bei 500 US-Dollar. Durch die strategische Neudefinition der Kundengruppe werden allerdings höhere Anforderungen an das Gerät gestellt, was Verbesserungen bei Prozessorleistung und Speicher voraussetzt. Das, so spekuliert Bloomberg, dürfte den Preis deutlich über das bisherige Niveau heben.


Datum für den Launch bleibt offen

Wann die neuen Mac-Modelle vorgestellt werden ist derzeit noch offen. Im September wird die neue iPhone-Generation vorgestellt. Über eine gleichzeitige Präsentation der Mac Neuerungen war spekuliert worden. Bloomberg dagegen erwartet eine Präsentation auf einem eigens geplanten Event.