Asiens Börsen verlieren

Aktuell spielt sich in Italien ein unglaubliches Polit-Chaos ab. Dabei gilt Italien generell als kritischer Staat, wenn es um die Regierungen geht. Nun stellt sich die wichtige Frage, ob die Übergangsregierung überhaupt eine Chance auf einen Amtsantritt hat oder ob es Neuwahlen geben wird. Diese politische Unsicherheit sorgt für ein wahres Börsenbeben.

Italien und das Polit-Chaos 

Die aktuellen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten werden aktuell von den Unsicherheiten in Italien angeheizt. Dabei teilte der designierte Premierminister Carlo Cottarelli mit, dass er sich etwas mehr Zeit für die Zusammensetzung des Kabinetts nehmen möchte. Nun steht für Mittwoch ein Treffen mit Mattarella an, der jedoch Sympathien zur Fünf-Sterne-Bewegung aufweist. Diese Sympathien sollen dazu dienen, eine Koalition mit der rechten Lega zu forcieren.

Zudem teilte Luigi Di Maio an, dass eine Amtsenthebung von Mattarella nicht stattfinden wird, da die rechte Lega diese nicht unterstützen würde. Auch Deutschland steht im Fokus dieser Bewegung, denn die Politiker kritisieren die akute Einmischung der Bundesregierung.


Negative Reaktionen an den Finanzmärkten 

Viele Anleger sehen im aktuellen Polit-Drama eine Gefahr für die Stabilität des Euros. Besonders Anleger aus Fernost sind von diesen Unsicherheiten betroffen, sodass der Nikkei-Index um 1,8 Prozent verlor. Dahingegen verlor der Toppix-Index lediglich 1,6 Prozent. Zudem gab der breit diversifizierte MSCI Asien ebenfalls um 1,4 Prozent nach. Die angespannte Situation hat auch Auswirkungen auf den Wert des Euros, sodass dieser fast den tiefsten Stand seit 10 Monaten erreichte.

Grund für die aktuelle Krise ist die Wahl des gewünschten Finanzministers, der aus dem Bündnis der Lega und der Fünf-Sterne-Partei gewählt werden sollte. Hierbei handelt es sich um einen bekennenden Deutschlandkritiker, der zudem für einen Austritt Italiens aus der Eurozone ist. Präsident Mattarella lehnte die Wahl des Finanzministers ab und beauftragte Cottarelli eine neue Expertenregierung zu bilden. Diese soll bis zu den Neuwahlen im Amt bleiben. Insbesondere die schlechten Erfahrungen und Unsicherheit mit der Eurokrise sorgten für Turbulenzen an den Börsen.

Wie Di Maio nun bekannt gab, wird die gesamte Partei jedoch die Position überdenken, sodass es schlussendlich zu einer Einigung kommen kann.