Ausverkauf bei Bitcoin geht weiter

Für Investoren in Krypto-Titel ist es keine Seltenheit, wenn die Kurse sich in kurzen Zeiträumen deutlich verändern. Gerade im Bereich Bitcoin gab es in den letzten Jahren immer wieder kurze Phasen, in denen die Währung deutlich nach unten gerauscht ist. Der derzeitige Verfall auf dem Markt für Kryptowährungen scheint sich allerdings anders zu verhalten. Regulation in verschiedenen Ländern und eine allgemein negative Stimmung sorgen dafür, dass sich viele Investoren gänzlich von der Idee der Kryptowährungen abwenden.

Am Dienstag ist der Kurs für Bitcoin auf 4.397 Dollar gesunken. Damit befindet sich der Wert der Währung das erste Mal seit über einem Jahr unter der 5.000 Dollar Marke. Das Problem ist nicht einmal der Umstand, dass man sich somit vollkommen vom Spitzenkurs von 20.000 Dollar entfernt hat. Vor allem der Trend ist eindeutig: Seit Anfang November hat die Währung über 1.200 Dollar an Wert verloren. Es lässt sich daher nicht mehr mit den kurzfristigen Schwankungen erklären, die in den letzten zwei Jahren immer wieder zu einem Problem für die Anleger geworden sind. Die allgemeine Stimmung am Markt sei sehr kritisch, sagen einige Experten. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Zum einen hat sich Bitcoin bereits das zweite Mal aufgespalten. Die entsprechenden Währungen, die aus dieser Teilung hervorgegangen sind, haben ebenfalls zuletzt deutlich an Wert verloren. Darüber hinaus scheinen nun mehr Länder und Behörden für die Regulierung einen genauen Blick auf den Markt zu werfen. Ein großer Faktor für die Attraktivität der Kryptowährungen war bisher der Umstand, dass sich die Notenbanken und Aufsichtsbehörden weitestgehend aus dem Geschäft herausgehalten hatten und eine entsprechende Regulierung nicht vorhanden war. Das betraf nicht nur die Währungen selbst, sondern natürlich auch die Firmen, die die Infrastruktur geliefert haben. Gerade letzte Woche wurden allerdings in Amerika zwei Start-Ups zu empfindlichen Strafen verurteilt, weil sie ihre Währungen nicht als ein Wertpapier registriert haben.

Auch in Asien nehmen die Regulierungen und Verbote zu. Damit scheint die Kryptowährung für viele Anleger an Reiz zu verlieren. Darüber hinaus scheint es ein Fehler zu sein, dass es eine solche Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten und Währungen in der heutigen Zeit gibt. Auch diese haben in den letzten Monaten deutlich an Wert verloren. Die vielleicht zweitwichtigste Währung Ethereum hat in den vergangenen Tagen um bis zu 36 Prozent an Wert verloren.

Es könnte also sein, dass der Boom der Kryptowährungen erst einmal endet. Gleichzeitig besteht aber auch ein gewisser Trend nach den Krisen. Die Kurse steigen dabei wieder spürbar an und einige Monate läuft das Geschäft wie gewohnt. Es bleibt also abzuwarten, ob es sich nur um einen längeren negativen Trend handelt oder ob es tatsächlich eine Wende in der Zeit gibt. So oder so kann es dazu kommen, dass die Währungen auch in den nächsten Monaten weiter an Wert verlieren wird, ehe eine neuerliche Trendwende zu bemerken ist.