Autonom fahrende Busse durch Hamburg?

Wenn man einen Blick auf die automobile Zukunft wirft, so muss dem autonomen Fahren eine besonders hohe Bedeutung gegeben werden.

Aktuell arbeiten zahlreiche Unternehmen an der Entwicklung dieser Technologie und auch die deutschen Städte beschäftigen sich mit einem sinnvollen Einsatz. Vor allem Hamburg legt einen hohen Stellenwert auf die Zukunft des urbanen Verkehrs. Mit autonomen Bussen möchte die Stadt ab 2021 das Verkehrsbild nachhaltig verändern.

 

Autonom fahrende Busse ab 2021 in Hamburg

Hamburg arbeitet aktiv an den urbanen Zukunftsprojekten. Eines der wichtigsten Themen ist die Mobilität, welche durch autonomes Fahren nachhaltig verändert werden soll. Laut den Aussagen des städtischen Verkehrssenators Frank Horch soll ab 2021 eine rund neun Kilometer lange Strecke für autonome Busse ohne Fahrer eingerichtet werden. Allerdings sollen die Fahrzeuge weiterhin von Begleitpersonal überwacht werden. Dabei sollen vor allem Sicherheitsgründe im Fokus der Stadt stehen. Geplant ist der Aufbau eines Rundkurses, welcher über die Hamburger Messe, Landungsbrücken, Elbphilharmonie bis hin zum Dammtorbahnhof reichen soll. Die autonom fahrenden Busse sollen sich im fließenden Verkehr bewegen. Um dieses Projekt zu realisieren, sollen 37 Kreuzungsampeln mit moderner und erweiterter Kommunikationstechnik ausgestattet werden.

 

Digitale Zukunft des Hamburger Verkehrs

Dass die digitale Zukunft der Stadt eine wichtige Rolle einnimmt, wird insbesondere bei einer genauen Betrachtung der spezifischen Projekte offensichtlich. Die Stadt verfolgt mittlerweile 30 Projekte, welchen einen Fokus auf die digitale Zukunft der Mobilität legen. Drei dieser Projekte werden sogar vom Bund gefördert, wobei sich die Förderung auf 11,5 Millionen Euro beläuft. Bereits zu Beginn des Monats teilte die Stadt mit, dass im Frühjahr 2019 eine drei Kilometer lange Teststrecke für autonom fahrende Elektrobusse eröffnet werde. Im Rahmen der Tests sollen jedoch keine Fahrgäste befördert werden. Zudem plant die Stadt die Ausrichtung des größten Mobilitätskongresses binnen einer dreijährigen Frist. Grundlagen sämtlicher Projekte ist die ITS-Strategie, welche Hamburg zur Modellstadt für moderne Mobilität machen soll.

 

Erster autonomer Kleinbus wird von IAV entwickelt

Der erste autonome Kleinbus, welcher im Rahmen des Projektes eingesetzt werden soll, wird vom Automobilzulieferer IAV entwickelt. Dieser soll rund 5 Meter lang und 2,6 Meter hoch sein. Als Leergewicht gibt das Unternehmen rund 4 Tonnen an. Im Innenraum des Fahrzeugs sollen rund 16 Fahrgäste Platz finden. Zehn dieser Plätze sollen in Form von Sitzplätzen genutzt werden, während sechs zusätzliche Stehplätze verfügbar sind. Um im Alltag ausreichend Variabilität zu bieten, soll der Kleinbus zudem eine Rampe besitzen, welche den Transport eines Rollstuhlfahrers ermöglicht. Laut den Aussagen der Stadt und der IAV soll bereits in diesem Jahr das erste Serienfahrzeug in die Stadt geliefert werden. Im Rahmen der Erprobung, welche 2019 auf der definierten Strecke stattfinden soll, werden drei Fahrzeuge eingesetzt. Da die Fahrzeuge über einen elektrischen Antrieb verfügen, soll eine Ladestation zur Aufladung der integrierten Batterien bei Vattenfall in der HafenCity genutzt werden.