Banco Santander und Ripple veröffentlichen neue Krypto-App


Die Santander Bank und das Krypto-Startup Ripple haben seit 2015 eine Kooperation. Als Ergebnis dieser Kooperation wurde nun eine neue App vorgestellt, welche die Ripple-Technologie xCurrent für klassische Zahlungen nutzbar macht.

Neues Zahlungssystem der Santander Bank basiert auf einer Blockchain

Freitag der 13. war für die Santander Bank ein besonderer Moment, denn der Chef des britischen Santander Ablegers gab im Rahmen einer Fintech-Konferenz bekannt, dass eine neue App namens One Pay FX veröffentlicht wird. Diese wurde in Kooperation mit Ripple entwickelt und ermöglicht es Kunden, zu günstigen Konditionen besonders schnelle Transaktionen zu realisieren. Dabei sind auch internationale Überweisungen möglich, sodass dies eine große Verbesserung zu bestehenden Systemen wäre. Zu Beginn wird die App lediglich in Spanien, Großbritannien, Polen und Brasilien verfügbar sein.

Wird im ersten Moment vermutet, dass diese Nachricht eine beflügelnde Wirkung auf den Kurs von Ripple haben würde, so blieb diese Reaktion vorerst aus. Dieser Umstand begründet sich vor allem darin, dass das XRP-Token, welches für den Handel von Ripple verwendet wird, keine Rolle in diesem neuen Zahlungssystem spielt. Experten gehen davon aus, dass sich dieser Umstand ändern wird, denn Ripple konnte bereits mehr als 100 echte Kunden akquirieren. Hiervon besitzen 89 Kunden eine Banklizenz. Zudem wollen 78 dieser Banken die Lösung von Ripple in einem kommerziellen Weg nutzen.


Zuspruch für Ripple nimmt zu

Laut Marcus Treacher, dem Chef-Strategen von Ripple, nimmt die globale Zustimmung gegenüber Ripple massiv zu. Eine steigende Anzahl von Kunden nutzen XRP als Liquiditätslösung, sodass der Kurs bald eine Aufwärtsbewegung hinlegen könnte.

Zum aktuellen Zeitpunkt besteht jedoch die Hauptaufgabe von Ripple in der Entwicklung von Software, welche insbesondere schnellere Transaktionen für Banken ermöglicht. Zudem ist der grenzübergreifende Aspekt besonders wichtig, da viele Kunden aufgrund von langen Wartezeiten benachteiligt werden. Durch den Einsatz der Blockchain sollen die Transaktionen zudem besonders günstig werden. Die Basis der neuen Software sind sogenannte Schuldscheine, welche das digitale Vermögen transferieren. Der Vorteil des neuen Systems ist auch die Skalierbarkeit, welche einen klaren Vorteil gegenüber Bitcoin erzielt. Auch die Kosten fallen im direkten Vergleich zu Bitcoin niedriger aus und das System ist aufgrund eines anderen Konsens-Verfahrens stromsparender. Als klarer Nachteil für Ripple kristallisiert sich jedoch eine mögliche Nutzung ohne den Einsatz von XRP heraus. Hierbei handelt es sich um die sogenannte xCurrent-Technologie, welche ohne den Einsatz des Tokens funktioniert. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine steigende Anzahl der Kunden auf die xRapid-Technologie setzen, welche schneller und auf Basis von XRP funktioniert.


Vorteile der Kooperation für Ripple

Doch auch für Ripple gibt es klare Vorteile, welche aus dieser Kooperation resultieren. Die Santander Bank zählt weltweit als eine der größten Privatkundenbanken. Mit 133 Millionen Kunden und einem Netzwerk, welches aus 14.000 Filialen besteht, kann die spanische Großbank diese Position untermauern. Für Ripple bedeutet dies, dass ein riesiges, potenzielles Marktvolumen geschaffen wird, welches die Bekanntheit der Blockchain-Technologie massiv steigern kann.

Doch eine solche Kooperation existiert nicht nur auf dem europäischen Finanzmarkt, sondern auch ein Konsortium, welches aus 61 japanischen Banken besteht, plant die Einführung einer ähnlichen App für die Kunden. Diese Nachrichten verhalfen Ripple zu einer Kurssteigerung von 18 Prozent, sodass das Token mittlerweile für 0,50 Euro gehandelt wird. Grundsätzlich sind das natürlich gute Nachrichten für Investoren, allerdings lag der Kurs des Tokens im Dezember 2017 bei 2,29 Euro. Im Rahmen der allgemeinen Konsolidierung verlor das Unternehmen jedoch einen Großteil der Marktkapitalisierung. Dennoch schafft es Ripple derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 19 Milliarden US-Dollar und ist somit die drittgrößte Kryptowährung auf dem Finanzmarkt.

Wie bei jedem Investment sollte auch die gesamte Situation kritisch betrachtet werden, denn ein Hype wie im vergangenen Jahr kann zu schnellen und nachhaltigen Verlusten führen. Innerhalb der nächsten Tage wird sich jedoch zeigen, ob Ripple eine Aufwärtsbewegung initiieren kann.