Bereits die zweite Leitzins- Erhöhung bei der US-Notenbank in diesem Jahr

Der Leitzins der US-Notenbank gilt als ein wichtiger Indikator und Taktgeber für die weltweite Entwicklung der Wirtschaft. Nun haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, dass die Notenbank der USA bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen erhöhen wird. Von bisher 1,75 Prozent steigt der Leitzins künftig auf 2 Prozent an. Damit befindet man sich erstmals seit 2008 wieder auf einem Niveau, bei dem die Leitzinsen eine 2 vor dem Komma haben.

Seit dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise 2009 hat die Notenbank der USA sehr vorsichtige Veränderungen an seinem eigenen Zins bekannt gemacht. Man wollte die ohnehin fragile Wirtschaft der Vereinigten Staaten nicht durch Veränderungen bei den Zinsen beeinflussen und hat daher viele Jahre den Kurs für Geld, das sich die Banken untereinander leihen, möglichst gering gehalten. Nun hat sich die Wirtschaft unter dem neuen Präsidenten Donald J. Trump deutlich schneller erholt und vor allem verbessert. Die Erwerbslosenquote ist unter vier Prozent gerutscht und trotz anhaltender Probleme in der Außenpolitik und Streitigkeiten im globalen Handel ist das Wirtschaftswachstum der USA sehr gut. Entsprechend begründen die Chefs der FED, dass sie bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr den Leitzins erhöhen werden. Nachdem der Zins am Anfang des Jahres noch bei 1,5 Prozent stand, wird man künftig zwei Prozent Zinsen aufbringen müssen.


Weitere Erhöhungen in diesem Jahr möglich

Angesichts der guten Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten sieht es die FED als nötig an, dass die Zinsen sich wieder dem Niveau der eigentlichen Wirtschaftsleistung in den Staaten anpassen. Zwar werden durch die gestiegenen Leitzinsen auch die Kosten für Kredite an die Endverbraucher und Unternehmen steigen, dafür sinkt die Chance einer stark erhöhten Inflation. Experten sehen die Erhöhung der Leitzinsen tendenziell als kritisch an. Das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten ist zwar unter Donald Trump unbestritten gut, man ist sich aber nicht sicher, inwiefern die derzeitigen Maßnahmen überhaupt Einfluss auf dieses Wachstum erhalten.

Es kann also schon bei einer kleineren Veränderung im wirtschaftlichen Klima dazu kommen, dass die Zinsen eigentlich wieder gesenkt werden müssten. Daher werden die verschiedenen Maßnahmen der FED nicht nur von der Regierung selbst kritisch gesehen. Trotzdem wurde bereits jetzt angekündigt, dass es in diesem Jahr noch zwei oder drei weitere Erhöhungen geben könnte. So will die FED langsam aber sicher zurück auf das Niveau kommen, das ursprünglich vor der Finanz- und Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten vorhanden war.