Bitcoin Börsen: Wann gibt es Regulierungen?

Die Krypto-Börsen wollen sich davon das Geschäft nicht verderben lassen, vielmehr streben sie eine bessere Position gegenüber den Anlegern an. Diese soll durch gefestigte regulatorischen Beziehungen zur US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC erreicht werden.

Was würde die Regulierung von Krypto-Börsen bringen? 

In vielen Staaten müssen Krypto-Börsen bestimmte Regeln staatlicher Aufsichtsbehörden einhalten. Am besten werden die japanischen Krypto-Börsen überwacht, dort ist der Bitcoin seit April 2017 ein offizielles Zahlungsmittel - mit entsprechenden regulatorischen Auflagen. Dennoch hält sich das institutionelle Kapital von den Kryptowährungen bislang eher fern. Goldman Sachs will ein Bitcoin Futures Trading-Desk eröffnen, doch das scheint das Big Money bislang wenig zu interessieren. 

Es mehren sich in jüngster Zeit aber regulatorische Bestrebungen wie bei Coinbase, was die Szene interessiert beobachtet. Der Managing Director des Online-Brokers eToro Iqbal Gandham etwa - ein nicht direkt in Kryptowährungen involvierter Experte - vermutet einen Bullenrun, wenn die Krypto-Börsen erst einmal reguliert sein sollten. Die Krypto-Industrie warte im Grunde nur auf die Regulierung ihrer Börsen, um zum nächsten “Kurssprint” anzusetzen, so Gandham.

Die Regulierungsbestrebungen von Coinbase & Co. 

Die Krypto-Börse Coinbase gab zuletzt bekannt, dass eine Regulierung durch die SEC kurz bevorstehe. Man sei inzwischen in der Lage, Wertpapiere auf Blockchain-Basis anzubieten. Coinbase ist vor Kurzem nach Japan expandiert und hat Konkurrenten aufgekauft. In Japan bietet die Börse den neuen Service Coinbase Pro an, der unter anderem den Anlegerschutz verbessern und damit die Börse fit für eine Regulierung machen soll. Damit könnten sich institutionelle Investoren mehr für das virtuelle Geld interessieren. 

Goldman Sachs unterstützt derzeit das Start-up Circle, das ebenfalls eine Registrierung als Börse für Wertpapiere und eine Bundesbanklizenz anstrebt. Der Krypto-Experte Tom Lee prognostiziert einen Bullenmarkt, wenn der regulatorische Rahmen für die meisten Börsen steht. David Hanson wiederum ist als CEO von Ultra, einer Blockchain-basierten Spieleplattform, davon überzeugt, dass der Bitcoin noch für längere Zeit in einer Range zwischen 6.500 und 8.500 Dollar verharren wird. Lediglich mittel- bis langfristig kann sich Hanson einen deutlichen Kursanstieg durch große Investitionen vorstellen.

Stand der Regulierungsbestrebungen 

Die Regulierung auf dem US-Markt wird durch die SEC behördlich genehmigt, für ihre Vorbereitung ist die Behörde CFTC verantwortlich. Diese untersuchte zuletzt die vier Krypto-Börsen Kraken, Bitstamp, itBit und Coinbase. Es bestand der Verdacht auf Preismanipulation, der bislang (Stand: 13.06.18) noch nicht verifiziert werden konnte. Dennoch äußern sich auch die staatlichen Experten wenigstens teilweise freundlich zu den Krypto-Börsen. Der neue SEC-Chef Jay Clayton äußerte sich gegenüber CNBC so, dass man Kryptowährungen nicht als Wertpapiere betrachte, die Token von ICOs (Initial Coin Offerings) hingegen sehr wohl. Ob man die Kryptowährungen selbst je in die Kategorie der Wertpapiere einordne, sei bislang nicht entschieden.