Bitcoin im Rallye-Modus

Bitcoin wieder im Aufwind

Der 12. April war wahrscheinlich der Tag der Trendwende. Hier stieg der Bitcoin Kurs innerhalb von 45 Minuten um rund 15 Prozent. In dieser kurzen Zeitspanne wurden so viele Bitcoins wie noch nie getraded, das Handelsvolumen lag bei 1,2 Milliarden US-Dollar. Die dadurch ausgelöste positive Stimmung setzte sich in den nächsten Wochen fort und sprang auch auf die anderen Kryptowährungen über. 

Entscheidend war, dass Bitcoin die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Dollar überschreiten konnte. Das geschah am Dienstag, dem 24. April. Gleich am nächsten Tag sollte der Kurs schon bei 9.750 Dollar liegen. Im Tagesvergleich konnte Bitcoin damit über 4 Prozent zulegen.

Altcoins holen auf

Die anderen Kryptowährungen sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden. Die ewige Nummer Zwei, Ethereum, legte mit 9 Prozent ordentlich zu. Ripple konnte 4 Prozent gutmachen und Bitcoin Cash überraschte mit einem Zuwachs von 5 Prozent. Damit gerät die Bitcoin-Dominanz weiter ins Wanken, der Anteil am gesamten Bitcoin-Markt dürfte damit unter die 40 Prozent fallen. Insgesamt konnten die zehn wichtigsten Digitalwährungen 75 Prozent zulegen.

Bullenmarkt stellt sich wieder ein

Nach der Talfahrt im Februar und Mai beginnt wieder der Bullenmarkt. Dafür sprechen mehrere Faktoren: Institutionelle Investoren hatten die Chance genutzt, zu Zeiten der niedrigen Kurse wieder einzusteigen. Und noch mehr planen, es in Zukunft ihnen gleichzutun. Laut einer Umfrage des Informationsdienstes Thomson Reuters interessieren sich immer mehr Finanzdienstleister für das Geschäft mit den Kryptowährungen. Im Laufe des Jahres wollen auch sie am Handel mit Bitcoin, Ether und Co. teilhaben. 

Auf der anderen Seite sollen bald technische Neuerungen eingeführt werden, welche bekannte Blockchain-Probleme lösen sollen. Das wohl größte Problem ist das der Skalierbarkeit. Kryptowährungen wie Bitcoin sind einfach zu groß geworden und können die Masse an Transaktionen nicht mehr zufriedenstellend bearbeiten. 

Das Lightning Network soll da Abhilfe verschaffen, indem es die Haupt-Chain entlastet und Transaktionen auf Neben-Chains verlagert. Die Gefahr von Überregulierungen darf auch nicht vernachlässigt werden, doch bislang hat sich da nichts getan, auch wenn die Forderung nach neuen Regelungen für Kryptowährungen noch im Raum steht.

Weitere gute Nachrichten

Abgesehen davon hatte sich die Chefin des internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, positiv gegenüber den Blockchains geäußert. Zwar lässt sich dieser Effekt schwerlich messen, doch ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Nachricht Signale an die klassische Finanzbranche sandte. Gleichzeitig stockte das Unternehmen Circle, welches von Goldman Sachs finanziert wird, seine Mindestinvestmentsumme für den außerbörslichen Handel mit Kryptowährungen auf. Die Summe verdoppelte sich auf 500.000 Dollar. Die Begründung: Es handele sich um einen robusten Markt.