BlaBlaCar auf Expansionskurs

Mit BeepCar hat das Unternehmen BlaBlaCar den wichtigsten russischen Mitbewerber geschluckt, was das Wachstum auf dem derzeit stärksten Markt für Mitfahrzentralen - Russland - deutlich fördern dürfte. Es ist für BlaBlaCar nicht der erste Zukauf in diesem Jahr, bereits im Mai hatte die Carpooling-Firma den französischen Konkurrenten Less aufgekauft. Schon ab Herbst 2018 erfolgt die komplette Umleitung des BeepCar-Traffics auf BlaBlaCar. Das teilte BlaBlaCar Anfang August mit. Die Mail.ru Group gibt das Mitfahrgeschäft offensichtlich auf und konzentriert sich stattdessen auf größere Geschäftszweige wie Liefer- und Taxidienste, Kleinanzeigen und den grenzüberschreitenden Handel. BlaBlaCar ist selbst schon seit 2014 in Russland aktiv. Es ist der größte Markt des Unternehmens mit über 15 Millionen Mitgliedern

 

Synergien zwischen BlaBlaCar und Mail.ru

Die beiden Unternehmen werden ihre Marketing-Aktivitäten gemeinsam ausbauen. So will BlaBlaCar in Zukunft die Plattformen von Mail.ru für zusätzliche Werbung nutzen. Das nutzt dem Zugang zum russischen Markt, der seine Besonderheiten hat. BlaBlaCar ist ein typisches westeuropäisches Unternehmen oder vielmehr eine Marke der Pariser Comuto SA und inzwischen in 22 Ländern aktiv. Weltweit nutzen 65 Millionen Mitglieder die BlaBlaCar-App, eine deutsche Niederlassung gibt es in Hamburg. Das Geschäftsmodell ermöglicht es Nutzern, andere Mitglieder im eigenen Auto mitzunehmen oder nach einer Mitfahrgelegenheit zu suchen. Inzwischen ist BlaBlaCar in Europa der größte Anbieter dieser Art. Das Geschäftsmodell ordnet man der Share Economy zu. Es verbindet zwei Funktionen: die eines Social Networks und die einer Reisesuchmaschine. Die Bedienung ist simpel, registrierte Nutzer bieten als Fahrer freie Plätze an, interessierte Mitfahrer nehmen daraufhin Kontakt zum Fahrer auf und zahlen bei der Mitfahrt eine Kostenbeteiligung. Die Preise sind gedeckelt: Die Fahrer dürfen keine Gewinne erzielen