BMW: Joint Venture auf dem chinesischen Markt bis 2040

Das Joint Venture mit Brilliance China Automotive läuft schon eine Weile und wird nun das erste Projekt, bei dem der westliche Autohersteller die Mehrheit übernimmt. BMW will seine Anteile von 50 Prozent auf 75 Prozent aufstocken und somit nicht nur mehr Kontrolle über das Projekt haben, sondern seine Bemühungen deutlich erhöhen. Für die 25 Prozent zusätzlichen Anteile soll BMW 3,6 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Allerdings muss der Deal noch von den mitunter sperrigen chinesischen Behörden überprüft werden, bevor man einen offiziellen Erfolg verkünden kann.

Angesichts der langfristigen Pläne sollte das aber kein Problem werden: Die Zusammenarbeit mit Brilliance wurde bis 2040 verlängert und gleichzeitig gibt es eine Planung, dass man die Kapazitäten für die Produktion in der chinesischen Stadt Shenyang in den kommenden Jahren deutlich erhöhen möchte. Die Übernahme der Mehrheit an dem Joint Venture soll 2022 erfolgen - in dem Jahr, in dem die bisherige Pflicht für westliche Unternehmen, sich nur mit einem Joint Venture in China zu beteiligen, ausläuft. Man möchte also auch über die Pflicht hinaus mit dem Partner aus dem Reich der Mitte zusammenarbeiten.

Mit der Öffnung seiner Märkte erhofft sich China einen noch stärkeren Austausch von Fachwissen und Personal und natürlich, dass noch mehr Kapital in das Land kommt. Angesichts dessen, dass man auch in China an einer Umwandlung auf dem Automarkt arbeitet und die E-Autos stärker in den Fokus rücken, bietet das Joint Venture von BMW auch für den deutschen Markt interessante Möglichkeiten. Hier geht es nämlich vor allem um die Produktion der umweltfreundlichen Elektro-Autos, die auch in China immer bedeutender werden.


Interessante Situation auf dem chinesischen Automarkt

Für die Autoindustrie hat sich China seit dem Start der Joint Ventures schnell zu einem der wichtigsten Absatzmärkte der modernen Zeit entwickelt. Während der Absatz in den westlichen Ländern stagniert oder zurückgeht, kann man in China noch immer mit einem Wachstum von bis zu fünf Prozent pro Jahr arbeiten. 580.000 Autos hat alleine BMW im Reich der Mitte abgesagt, über 55 Prozent der ausländischen Wagen in China tragen das Zeichen einer deutschen Automarke. Während in Europa immer mehr über die Umwelt geredet wird, ist auch in China die elektrifizierte Fortbewegung ein wichtiges Thema. Die E-Autos sind hier sogar vom Staat gefördert.