Bosch baut Investitionen in Künstliche Intelligenz weiter aus

Nachdem die Robert Bosch GmbH sich bereits 2016 als größter Investor an der A-Finanzierungsrunde der Firma Graphcore beteiligt hatte, findet jetzt eine weitere Beteiligung des Konzerns an einer 176 Millionen Euro schweren Kapitalbündelung statt. Das Startup aus Bristol hat bis jetzt 263 Millionen Euro bei Investoren sammeln können. Die aktuelle Marktbewertung liegt bei 1,5 Milliarden Euro.

Das 2016 gegründete Unternehmen hat sich auf die Produktion von Computerchips spezialisiert. Ziel der jungen Firma ist es, die Entwicklung Künstlicher Intelligenz voranzutreiben. Schlagwörter zu diesem Thema sind unter anderem Industrie 4.0 und Internet of Things. Mit der neuesten Prozessorentwicklung soll die Intelligenz von Maschinen trainiert und angewandt werden, der Prozessor soll dafür sorgen, kurz gesagt wird die Software der Maschinen sich selbstständig weiterentwickeln und diese Entwicklungen dann automatisch anwenden.

Die Geschwindigkeit, mit welcher der Chip arbeitet ist höchst beachtlich. Laut Unternehmensangaben arbeitet die Hardware mit Geschwindigkeiten, die die Arbeitsgeschwindigkeit vergleichbarer Produkte um zehn bis einhundert Mal übertrifft.

Das ist möglich durch eine spezielle Programmierung der AI-Chips (Artificial Intelligence). Ein beliebter Vergleich zwischen diesen modernen und den herkömmlichen Computerchips ist der zwischen Hyäne und Gepard. Eine Hyäne greift alles an, unterscheidet nicht zwischen Problemen. Ein Gepard hingegen sucht sich sein Ziel aus und eliminiert dieses dann schnell und präzise.
 

Zukünftige Entwicklung

Aufgrund der zahlreichen Investoren und dem zugrunde liegenden Interesse die maschinelle Entwicklung in großen Schritten voranzutreiben, konnte Graphcore seine Mitarbeiteranzahl im Jahr 2018 verdreifachen. Dadurch ist ein derartig großer Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb plausibel zu erklären. Mit den neuen Kapitalflüssen aus der laufenden Finanzierungsrunde wird das Unternehmen seine Führungsposition weiter ausbauen können.

Als ein Hauptinvestor profitiert die Firma Bosch von der innovativen, rasanten Entwicklung der noch jungen Technologiefirma. Interessant dürften die Lösungen aus Großbritannien besonders für die eigenen Produktsparten sein. Bosch engagiert sich in vielen Lebensbereichen. Dazu zählen das Vorantreiben der Automobilindustrie, Fertigungslösungen für die Industrie und natürlich das eigene Heim.

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Ein Kühlschrank, der automatisch fehlende Produkte nachbestellt, ist sicherlich für viele Arbeitnehmer nicht uninteressant.