Branson-Startup Hypervsn lässt Hologramme im Raum schweben

Das Londoner Unternehmen Hypervsn hat den nächsten Schritt gewagt, wenn es um visuelle Werbung geht. Geld dafür bekam die Firma von Virgin-Gründer Richard Branson. Auch nutzen weltweit aktive Marken dieses Angebot.

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat Marketingchef Kevin Gordon mit Hypervsn diese Weltneuheit präsentiert. Hier schwebte ein Schuh mit den drei markanten Streifen eines bekannten Sportausrüsters frei in der Luft und drehte sich dabei um seine eigene Achse.
Das 2012 gegründete Start-up verkauft die von ihm entwickelte Technik in 80 Länder auf der ganzen Welt. Das Potenzial dieser Idee haben die Milliardäre Richard Branson und Mark Cuban für sich entdeckt. Sie wurden ebenfalls mit ihren eigenen Geschäftsideen reich und erkennen daher Chancen, wenn sie sich bieten. Auch Experten sind von der neuen Technologie begeistert, weshalb Hypervsn schon viele Innovationspreise erhielt.


Zur erstmaligen Präsentation kam es während der in Las Vegas stattfindenden Elektronikmesse CES. Die Stadt der Lichter und der Werbung wählten die Verantwortlichen mit Bedacht aus, da ihre Produkte sich für diesen Bereich besonders eignen. Werbetreibende sind ebenfalls der Meinung, dass diese Art der Produktanpreisung eine neue und vielversprechende Variante darstellt, weshalb es schon erste Aufträge gibt. Speziell Firmen und Unternehmen aus Südostasien greifen auf dieses neue Angebot zurück.
 

Die Beliebtheit bei großen Betrieben

Auch Weltkonzerne wie Renault, Louis Vuitton, Coca Cola und Adidas binden die dreidimensionalen Hologramme in ihre Werbekonzepte ein. Damit ist bewiesen, dass diese Art der Reklame für unterschiedlichste Branchen geeignet ist.
So hat der französische Fahrzeughersteller Renault einen Pariser Bahnhof mit einem Hologramm bestrahlt, das in Zusammenarbeit mit dem Disney-Konzern entstand, da man gemeinsam mit Star Wars ein neues Fahrzeug präsentierte. Die dafür notwendigen Rechte lagen bei der amerikanischen Unterhaltungsfirma. Auch melden sich teilweise Privatleute und sind am Kauf der Hardware interessiert. Auf diese Weise können sie zu Hause Ihre eigenen Hologramme erschaffen.


Die Funktionsweise

Dabei nutzt die von Hypervsn patentierte Technologie die Trägheit, über die das menschliche Auge verfügt. Die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns kommen hier ebenfalls zum Einsatz. Dieses schafft es, dass es mehrere aneinandergereihte statische Bilder wie einen Kinofilm in Bewegung versetzen kann. Auf diese Weise entsteht der Effekt eines Bewegtbildes. Elektromotoren treiben dabei vierflügelige Rotoren an, die sich in den Projektionseinheiten befinden. Dabei sitzen auf jedem Rotorblatt 170 Ioden, die für die Lichteffekte zuständig sind. Diese lassen sich durch eine spezielle Software ansteuern. Diese gibt beispielsweise vor, wie lange ein solches Lämpchen in welcher Farbe leuchten soll. Es lassen sich auf diese Weise insgesamt 32 Bilder pro Sekunde erstellen, die als Sequenz geschaltet die Illusion eines sich frei in der Luft bewegenden Gegenstands erzeugen.
Schaltet der Eigentümer mehrere dieser Gerätschaften zusammen, kann er große Installationen erschaffen, die für viel Aufmerksamkeit sorgen. Zusätzlich haben die Eigentümer eine eigene Entwicklungsumgebung erschaffen, in der Programmierer arbeiten können. Auf diesem Weg lassen sich für jeden Kunden individuelle Konzepte erstellen, die sich genau nach seinen Bedürfnissen richten. Auch ist der Aufbau einer Plattform geplant, die für 3D-Videos geeignet ist. Holografische Filme sind der nächste Schritt, der das Kinovergnügen auf eine ganz neue Ebene hebt.