Brasilien-ETFs sind risikoreich aber attraktiv

In den aktuellen Nachrichten sorgt der Brasilien-ETF für Aufsehen. Nachdem der Kurs im Frühsommer noch stark nachgegeben hat, erholt sich der Wert seit einigen Tagen deutlich.

Seit Jahren geben gewöhnliche Fest- und Tagesgeldanlagen keine Rendite für Anleger. Daher werden Alternativen immer gefragter und ein Depot gehört mittlerweile in jeden gut aufgestellten Finanzplan. Neben gewöhnlichen Aktienfonds, Zertifikaten und Einzelaktien gibt es auch sogenannte ETFs (englisch für ExchangeTraded Fund). Bei ETFs handelt es sich um börsengehandelte Fonds, also Investmentfonds, die nicht aktiv gemanagt werden. Diese Art von Fonds sind auf Grund der Kostenstruktur besonders interessant. Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktienfonds fallen beim Kauf von ETF häufig kaum Gebühren an, daher können diese auch kurzfristig großen Erfolg bringen. 

 

Brasilien-ETF große Chance für risikofreudige Anleger?

Immer wieder lassen ETFs aus sogenannten Emerging Markets auf sich aufmerksam. Unter dieser Bezeichnung verstehen Finanzexperten Investmentfonds aus Schwellenländern. Wegen der hohen Volatilität, also der Schwankungen des Aktienindexes, sind die Emerging Markets für risikofreudige Anleger besonders interessant.
In den aktuellen Nachrichten sorgt der Brasilien-ETF für Aufsehen. Nachdem der Kurs im Frühsommer noch stark nachgegeben hat, erholt sich der Wert seit einigen Tagen deutlich. Nachrichten, wie Streiks im öffentlichen Dienst oder von Kraftfahrern sowie die Abwertung der Landeswährung „Real“ um rund zehn Prozent haben sich nicht so stark auf die Inflation in Brasilien ausgewirkt wie befürchtet. Daher erholten sie sich alleine im Juli um über einige Prozent. 

Die drei Unternehmen, die zum Beispiel in Brasilien-ETFs vertreten sind, sind Vale (12,89%), Petroleo Brasilieiro (11,29%) und Itai Unibanco (11,16%). Neben den genannten Kursschwankungen profitieren Anleger selbstverständlich auch von den Dividenden der einzelnen Posten. Im Jahr 2017 wurden Quoten von über 2 Prozent erreicht. Auch in den Jahren davor lag diese zwischen zwei und der Prozent

Es bleibt abzuwarten, ob sich die brasilianischen ETFs stabilisieren. Im eh schon turbulenten Land stehen im Oktober Präsidentschaftswahlen an. Rund 145 Millionen Menschen sind aufgerufen an die Wahlurne zu treten und den Präsidenten sowie Vizepräsidenten zu wählen. Auch wenn der frühere Präsident, Luiz Inácio Lula da Silva, klarer Favorit ist, können sich die Rollen der Präsidentschaftskandidaten bis zum Oktober noch verändern. Da Silva, der bereits von 2003 bis 2011 Brasilien regiert hat, gilt als solider Wirtschaftspolitiker. Doch selbst wenn da Silva die Wahl gewinnt ist es nicht ausgeschlossen, dass die Aktienkurse des Landes weiterhin volatil sind. Noch ungewisser ist die Zukunft bei einem Wahlsieg der anderen Kandidaten