Buffet erhöht Apple-Beteiligung

Waren Buffet gilt als ein Verfechter des Value-Ansatzes. Im Rahmen seiner Investmentstrategie investiert die Investment-Ikone regelmäßig in unterbewertete Unternehmen. Bereits in den letzten Monaten investierte die Investmentgesellschaft Buffetts in den kalifornischen Smartphone-Hersteller Apple. Laut den neusten Mitteilungen der US-Börsenaufsicht SEC beläuft sich der Anteil des Investors auf rund 5 Prozent.

Der US-Großinvestor Warren Buffet zeigt sich weiterhin in Kauflaune. Auch im zweiten Quartal deckte sich Buffet mit weiteren Aktien des Technologiekonzerns Apple ein. Dies ging aus der quartalsmäßigen Pflichtmeldung an die US-amerikanische Börsenaufsicht hervor. Ende Juni belief sich die Beteiligung des Starinvestors auf 5 Prozent was einem Wert von 52,6 Milliarden US-Dollar entspricht.

Das Besondere am Apple-Investment Buffets ist der Umstand, dass der Starinvestor ein Investment in einen Technologiekonzern gewagt hat. Die finale Entscheidung zum Investieren fiel erst gegen Ende 2016. Überzeugt wurde Buffett dabei von Ted Weschler und Todd Combs. Für den Markt war das spätere Investment Buffets in Apple eine Überraschung, denn zum Einstiegszeitpunkt war die Aktie bereits hoch bewertet. Allerdings offenbarte sich, dass das Investment nicht zu spät getätigt wurde, denn erst im August überschritt die Marktkapitalisierung des Konzerns die Billionen-Dollar-Grenze. Für Buffett ist Apple ein großartiger Konzern, den der Investor gerne vollständig besitzen würde.

Ein Blick auf die Entwicklung des Börsenkurses zeigt, dass sich der Wert des Unternehmens seit 1980 um 50.000 Prozent steigern konnte. Aktuell lässt sich der Erfolg des Konzerns durch die Preismacht bei iPhone erklären. Durch die Veröffentlichung des iPhone X zeigte sich, dass Apple auch bei einer starken Preiserhöhung genügend Käufer anziehen kann.

 

Buffett stockt aktuelle Investments deutlich auf

Neben Apple investierte Buffett auch in die US-Investmentbank Goldman Sachs. Mittlerweile hält der Startinvestor rund 13,2 Millionen Aktien im Wert von drei Milliarden Dollar. Auch für die Großbank ist das Investment Buffetts ein wichtiges Zeichen, denn im Jahresverlauf verlor die Bank rund zehn Prozent der Marktkapitalisierung. Bereits im September wird der langjährige Vorstandschef Lloyd Blankfein zurücktreten und die Geschäfte an David Salomon übergeben. Ein erstes Investment tätigte Buffett im Rahmen der Finanzkrise 2008 und rettete die Bank mithilfe einer benötigten Liquiditätsspritze. Auch die Position in US Bancorp wurde im Laufe des letzten Quartals ausgebaut.

Der Erfolg Buffets lässt sich auch am Wert des Berkshire-Portfolios erkennen, denn mittlerweile bemisst sich dieser auf mehr als 180 Milliarden Dollar. Um die Diversifikation des Portfolios zu erhöhen, kaufte Buffet Anteile des israelischen Pharmaherstellers Teva hinzu. Doch auch Southwest und Delta standen auf der Liste des Investors. Aufgrund der Aktienrückkäufe, welche mittlerweile von US-Unternehmen getätigt werden, war Berkshire jedoch auch dazu genötigt, Aktienpositionen zu verkaufen. Der Umstand, dass Buffett es vorzieht eine Beteiligung von weniger als zehn Prozent zu halten, hat dazu beigetragen, dass die jeweiligen Unternehmen nicht mehr attraktiv genug waren. Aus diesem Grund verkaufte Buffett nun die Beteiligungen an American Airlines und Wells Fargo. Insgesamt betonte die Unternehmensleitung jedoch, dass die entsprechenden Unternehmen weiterhin attraktiv seien. Für kleinere Investoren und Fondsmanager ist Buffets Investmentstrategie eine Vorlage.