China unterstützt Venezuelas Ölindustrie mit Milliardenkredit

Zuletzt ist die Erdölproduktion in Venezuela weiter eingebrochen. Ein Grund für die schwere Wirtschaftskrise sind die fehlenden Devisen des südamerikanischen Landes.

China unterstützt Venezuelas Ölindustrie mit einem Milliardenkredit. Die chinesische Entwicklungsbank hat dem Ölkonzern PDVSA  insgesamt fünf Milliarden US-Dollar (4,3 Milliarden Euro) zugesichert. Zurückzahlen will das südamerikanische Land den Kredit mit Öllieferungen

 

Hohe Ausgaben, kaum Devisen

Die chinesische Entwicklungsbank hat angekündigt, den Ölkonzern PDVSA mit insgesamt fünf Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Dies teilte der venezolanische Wirtschaftsminister Simón Zerpa mit. Das Geld soll die Förderung in dem Land weiter unterstützen und zu einer raschen Normalisierung der Fördermenge beitragen.
Nach wie vor ist der Ölmarkt in dem lateinamerikanischen Land durch Engpässe beeinträchtigt. "Der Brentölpreis bleibt in Schlagdistanz zur Marke von 80 Dollar je Barrel und es scheint nur eine Frage der Zeit, wann diese wieder erreicht wird", so Rohstoffexperten in einer Analyse.
Saudi-Arabien hat eine Ausweitung der Ölproduktion in Aussicht gestellt. Ob diese etwas an der aktuellen Situation ändern wird, ist jedoch fraglich. Ein Grund für die schwere Wirtschaftskrise sind die fehlenden Devisen des südamerikanischen Landes

Zuletzt ist die Erdölproduktion in Venezuela weiter eingebrochen. Waren es Anfang des Jahres noch 3,5 Milliarden Barrel pro Tag, die gefördert wurden, sind es inzwischen nur noch rund 1,5 Millionen Barrel. Als Ursache nennen Experten Korruption, Misswirtschaft und den schleichenden Ausbau der Infrastruktur. Vor allem die Investitionen in neue Technologien waren zuletzt mangelhaft. Doch nicht nur Venezuela ist von der Ölkrise betroffen. 

 

Opec beschließt Steigerung der Fördermenge

Die Erdölkrise betrifft neben Venezuela auch Saudi-Arabien und andere südamerikanische und asiatische Länder. Um dem Rückgang von Förderung und Absatz entgegenzuwirken, hatte die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zuletzt eine Erhöhung der jährlichen Fördermenge verabschiedet. Bis dahin soll Venezuela von China und unter Umständen auch von Saudi-Arabien unterstützt werden.
Die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro wird bereits seit Jahren von Handelspartner China unterstützt. Im letzten Jahrzehnt hat Peking etwa 60 Milliarden auf venezolanische Konten überwiesen und im Austausch dafür Öllieferungen erhalten.