Zweitgrößter Börsengang eines chinesischen Unternehmens 2018

E-Auto-Hersteller Nio will mit Börsengang 1,8 Milliarden US-Dollar einnehmen Der chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen Nio hat bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission in New York seinen Börsengang beantragt.

1,8 Milliarden Dollar will der Automobilhersteller durch den Verkauf von Anteilen einnehmen. Damit wäre der Börsengang des Start-ups der zweitgrößte eines chinesischen Unternehmens in den USA diesem Jahr. Der chinesische Anbieter von Video-Streaming-Diensten iQiyi Inc. hatte im März 2,42 Milliarden US-Dollar aus seinem Nasdaq-Börsengang eingenommen.

Während die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA durch Strafzölle weiter belastetet sind, will das Start-up-Unternehmen mit Sitz in Shanghai durch den Börsengang Kapital für die Produktentwicklung, den Ausbau von Produktionsanlagen und die Forschung in den Bereichen der emissionsarmen Elektromobilität und des autonomen Fahrens aufstocken.
 

Konkurrent Teslas mit starker Rückendeckung

Nio, früher bekannt als NextEV, ist eines von mehreren größtenteils von Chinesen finanzierten Elektroauto-Start-ups, die auf die Vorteile der lokalen Produktion setzen, um mit Firmen wie Tesla zu konkurrieren. Nio wird vom chinesischen Internetgiganten Tencent Holdings Ltd., den Investmentfirmen Hillhouse Capital, Sequoia Capital und einem Private-Equity-Fonds des chinesischen Suchmaschinendienstleisters Baidu unterstützt.

Auch andere chinesische Elektroautohersteller wie WM Motor Technology Co und Xpeng Motor haben Milliarden von Investoren wie den Technologiegiganten Alibaba Group Holdings, Baidu und Tencent aufgenommen, um Chinas ehrgeizige Pläne bei der Einnahme der weltweiten Marktführerschaft auf dem Gebiet alternativer Antriebssysteme zu verwirklichen.

Nio gehört zu den stärksten Rivalen des US-Elektroherstellers Tesla. Im Juni hatte Nio den vollständig elektrisch betriebenen 7-Sitzer-SUV ES8 mit Aluminiumkarosserie und -fahrgestell ausgeliefert, der als Konkurrent zu Teslas Model X gesehen wird. Das Unternehmen teilte mit, von seinem ES8 bereits 481 Exemplare geliefert zu haben. 17.000 weitere E-Autos seien bestellt.