ComStage Alpha Dividende ETFs – aktive Dividenden-ETFs mit Absicherung

Ludwig Erhard, vielzitierter Vater des deutschen Wirtschaftswunders, brachte es einst auf den Punkt: „Wirtschaftspolitik ist zur Hälfte Psychologie.“ Geht es um die Kapitalanlage, dürfte das Seelenleben der Bundesbürger sogar noch eine wesentlich größere Rolle spielen – bekanntermaßen regieren Angst und Gier die Börsen.

Was aber tun, wenn man trotz aller aktuellen geopolitischen Unwägbarkeiten seine Altersvorsorge und den Vermögensaufbau nicht aus den Augen verlieren möchte? Bei traditionellen Sparformen, wie Sparbuch oder Festgeld, sieht es dank EZB-Chef Mario Draghi in puncto Erträge seit Jahren düster aus. Und sollten die Experten richtig liegen, dann dürfte sich an diesem traurigen Zustand auch mittelfristig nichts Wesentliches ändern.

Aktionäre dagegen standen in den vergangenen Jahren beim Thema Vermögensaufbau klar auf der Sonnenseite. Neben den kräftigen Kursgewinnen, die viele Börsenbarometer auf neue Allzeithochs klettern ließen, wurden Aktienanleger Jahr für Jahr mit hohen Dividendenausschüttungen bedacht. An dieser erfreulichen Entwicklung wird sich auch 2019 nichts ändern. Nach Einschätzungen der Volkswirte der Commerzbank dürfte die DAX-Dividendensumme um 1,6 Milliarden Euro von 37,1 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 38,7 Milliarden Euro steigen.

Trotz dieser hohen Dividendenzahlungen macht die große Mehrheit der Deutschen weiter einen großen Bogen um die Aktienanlage. Angesichts des schwelenden Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der Gefahr eines harten Brexits ist diese Zurückhaltung derzeit sogar nachvollziehbar. In einem solchen Umfeld können Gewinnerwartungen, Wachstumsaussichten und nicht zuletzt auch Aktienkurse wieder fallen – manchmal sogar viel schneller als erwartet. Dividenden sind zugegebenermaßen ein Blick in den Rückspiegel und können größere Einbrüche am Aktienmarkt bestenfalls mildern.

 

Aktiv abgesichert die Chancen am Aktienmarkt nutzen

Die beiden Alpha Dividende ETFs der Commerzbank ETF-Tochter ComStage bieten gerade für dieses Umfeld einen interessanten Lösungsansatz. Denn der ComStage Alpha Dividende Plus UCITS ETF (WKN: ETF750) ist der erste ETF in Deutschland, der zusätzlich zur Selektion von Aktien mit einer möglichen attraktiven Dividendenrendite eine aktiv gesteuerte Absicherungsstrategie anbietet. Die Fondsauflage erfolgte am 1. Juli 2016. Die dem ETF zugrunde liegenden Aktien sind Indexmitglieder des S&P 500 und des STOXX Europe 600. Damit streut der ETF seine Investitionen sowohl in Aktien verschiedener Sektoren als auch fremder Währungen, wie z.B. Schweizer Franken, US-Dollar, Schwedische oder Norwegische Kronen sowie Britische Pfund.

Auch der am 14. Dezember 2017 aufgelegte ComStage Alpha Deutschland Dividende Plus UCITS ETF (WKN: ETF751) setzt auf Aktien mit einer hohen Dividendenrendite und nutzt die flexible Absicherung. Jedoch bezieht er sich nur auf den inländischen Kapitalmarkt und selektiert Titel aus dem DAX, MDAX, SDAX und TecDAX.

Bei beiden ETFs handelt es sich um ausschüttende Fonds. Beim ETF750 sind Zahlungen jeweils im Juni und Dezember, beim ETF751 jeweils im Herbst vorgesehen.

 

Der Auswahlprozess

Die Auswahl der im ComStage Alpha Dividende Plus UCITS ETF enthaltenen 100 dividendenstarken Aktien erfolgt mittels eines mehrstufigen Verfahrens aus der Grundgesamtheit der 1.100 europäischen und amerikanischen Qualitätsaktien. Der ComStage Alpha Deutschland Dividende Plus UCITS ETF selektiert nach gleichem Prinzip 30 Top-Dividendenaktien aus einem Universum von 160 deutschen Qualitätsaktien.

 

Das Verfahren basiert auf einem bewährten, quantitativen (mathematischen) Modell:

• 1. Stufe: Ausschluss der Aktien, die ein zu geringes Tageshandelsvolumen (Liquidität) aufweisen.

• 2. Stufe: Ausschluss von Aktien mit einer schwachen Wertentwicklung (Momentum).

• 3. Stufe: Ausschluss weiterer Aktien, deren Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis) am höchsten und deren Gewinnentwicklung relativ betrachtet am geringsten ist.

• 4. Stufe: Um das zu erwartende Risiko des späteren Gesamtportfolios zu reduzieren, werden die Aktien mit den geringsten Kursschwankungen (Volatilität) ausgewählt.

• 5. Stufe: Aus diesen verbliebenen Aktien erfolgt die Endauswahl anhand der zu erwartenden Dividendenrendite. In einem letzten Qualitätscheck wird das Aktienportfolio durch das Fondsmanagement noch einmal auf mögliche Risiken geprüft.

 

Das Aktienrisiko

Gegen unerwartet auftretende Börsenturbulenzen sichern sich Börsenprofis mittels Terminkontrakten an den internationalen Terminmärkten ab. Aber eine volle Absicherung ist in den meisten Marktphasen gar nicht nötig. Eine aktive Steuerung der Absicherung zu einem bestimmten Grad je nach Marktlage spart Kosten – und verbessert damit die Renditechancen.

 

Die Absicherungsstrategie

Den Grad der Absicherung bestimmt das Fondsmanagement der beiden ComStage Alpha ETFs anhand der Signale der Technischen Analyse, der fundamentalen Wirtschaftsdaten und der allgemeinen Stimmung an den Finanzmärkten. Eine Absicherung, z. B. auf den DAX, kostet je nach Marktlage jährlich 5 bis 10 Prozent des Anlagekapitals, in einem Crash-Szenario auch deutlich mehr. Die damit verbundenen Kosten würden die potenziellen Dividendenerträge übersteigen. Der Absicherungsgrad wird im Idealfall in steigenden oder seitwärts tendierenden Märkten reduziert, bei fallenden Märkten erhöht. Das verbleibende Kapital wird in Absicherungsinstrumente investiert oder als Kasseposition gehalten. Das Fondsmanagement strebt mit der Strategie an, zu mindestens 75 Prozent an Kursgewinnen teilzuhaben, während Kursverluste nur zu maximal 50 Prozent mitgetragen werden sollen.

 

Wertpapierleihe ausgeschlossen

Um die Rendite eines Portfolios zu verbessern nutzen ETFs wie klassische Investmentfonds aktiv das Instrument der Wertpapierleihe. Hierbei handelt es sich um ein zeitlich begrenztes, gebührenpflichtiges Verleihen der im Fonds gehaltenen Wertpapiere (z. B. Aktien oder Anleihen). Die in den ComStage Alpha ETFs enthaltenen Aktien dürfen dagegen explizit nicht verliehen werden, beispielsweise um Zusatzerträge generieren zu können. Dies entspricht dem Wunsch sicherheitsorientierter Anleger und stellt zudem sicher, dass die Aktien auch tatsächlich vorhanden sind, wenn sie gebraucht werden.

 

Die Kosten

Fondskosten haben einen erheblichen Einfluss auf den langfristigen Anlageerfolg. Je länger der Anlagehorizont und je niedriger die Renditen an den Kapitalmärkten, desto mehr fallen die Kosten ins Gewicht. Im Durchschnitt weisen globale Dividendenfonds Durchschnittskosten von 1,44 Prozent p.a. auf. Bei den beiden ComStage Alpha ETFs belaufen sich die Kosten pauschal auf 0,68 Prozent p. a. Für einen aktiv verwalteten Fonds ist diese Quote außerordentlich niedrig. Beim Handel des ComStage ETF über die Börse oder im außerbörslichen Handel wird kein Ausgabeaufschlag in Rechnung gestellt. Es fallen lediglich die üblichen Transaktionskosten der jeweiligen depotführenden Stelle für Wertpapiergeschäfte an. ComStage ETFs können börsentäglich zu aktuellen Kursen über die Börsen Xetra, Frankfurt und Stuttgart sowie außerbörslich über Direktbanken gekauft und verkauft werden.

Übrigens: Während Aktionäre in Deutschland derzeit mit Dividendenrenditen im DAX von durchschnittlich 3,7 Prozent rechnen dürfen, erhalten Anleger beispielsweise beim Kauf einer zehnjährigen Bundesanleihe nur eine Rendite von 0,2 Prozent (Stand: 28.1.2019). Der ETF750 schüttete 2018 insgesamt 3,42 Prozent an seine Anleger aus (30.6.2018; 10.12.2018), der ETF751 3,5 Prozent (29.10.2018).