Daimler steigt bei Uber-Konkurrent ein

Daimler weitet Mobility Services aus

In der letzten Zeit baute Daimler seine Sparte „Mobility Services“ weiter aus, indem es sich an kleineren und größeren Anbietern im Bereich der Mobilitätsdienste beteiligte. Zum Teil schuf der Automobilhersteller dafür eigene Gemeinschaftsunternehmen. Die Beteiligung an der Uber-Konkurrenz aus Estland ist dabei nur einer von vielen Maßnahmen. Mit der Moovel Group beteiligte sich Daimler an dem Carsharing-Unternehmen Car2Go und Drive Now. Nebenbei hält Daimler Anteile an den Taxi-Vermittlern MyTaxi, Clever Taxi, Chauffeur Privé und Beat. Auch Marktplatzvermittlerdienste gehören zum Programm.

Beide Unternehmen gaben am Mittwoch bekannt, dass Daimler bei der Finanzierungsrunde der größte Investor war. Wie viel das Unternehmen insgesamt in Taxify investiert hatte, ist bislang nicht bekannt. Bei der Finanzierungsrunde kamen insgesamt 175 Millionen Dollar zusammen, umgerechnet 151 Millionen Euro.

 

Das Unternehmen Taxify

Taxify dürfte in Deutschland nicht so bekannt sein. Zwar wirkt der Fahrdienstvermittler vorrangig in Europa und Afrika, in Deutschland konnte es aber noch nicht wirklich Fuß fassen. Taxify wurde 2013 vom damals 19-jährigen Markus Villig in der estnischen Hauptstadt Tallinn gegründet. Das Unternehmen bietet eine Plattform, auf der Fahrer und Kunden mittels einer App zusammenkommen. Im Gegenzug erhält das Unternehmen eine Provision. Diese Provision ist günstiger als bei Uber. Nur 15 Prozent anstelle der 25 Prozent beim US-Konkurrenten. Außerdem werden die Fahrer von Taxify geschult. Nach eigenen Angaben verbindet Taxify weltweit mehr als zehn Millionen Kunden mit einer halben Million Fahrer in 25 Ländern. Daimler ist nicht der einzige Investor, dazu gehört auch der chinesische Fahrdienst Didi Chuxing. Dieser stieg vergangenen Herbst bei Taxify ein und verstärkte damit den Druck auf den Konkurrenten Uber. Didi Chuxing übernahm rund 13 Prozent von Taxify.