Das sind die 25 gefragtesten Startups aus Deutschland

Start-ups bieten jungen Unternehmern die Möglichkeit, sich schnell mit ihrer kreativen Idee am Markt zu platzieren. Disruptive Geschäftsmodelle bringen oftmals ganze Branchen auf neue Wege. Die vermarktete Leistung oder das Produkt werden schnell auf Bedürfnisse der Kunden angepasst und sorgen so für schnelle Gewinne. Deshalb stehen Investoren schon Schlange, wenn es um Finanzspritzen und Investments geht. Die Renditen fallen dabei deutlich höher aus als bei anderen Investmentformen. LinkedIn listet nun die besten 25 deutschen Start-ups auf.

Die ersten fünf Plätze belegen dabei die N26 Group, Celonis, Horizn Studios, Comatch sowie FlixMobility. Die Auswahl und Platzierung folgt dabei einer genau festgelegten Bewertung. Mehr als 575 Millionen Mitglieder von LinkedIn sind daran beteiligt. Das Verhalten von ihnen wertet das Unternehmen aus und legt dadurch die Reihenfolge fest. Im Mittelpunkt steht neben dem Wachstum an Mitarbeitern das Verhalten des Betriebs oder der Marke auf LinkedIn. Je intensiver die Kommunikation auf dieser Plattform ist, umso besser sind die Aussichten für einen der vordersten Ränge. Das Interesse von Arbeitnehmern ist ein Aspekt, der ebenfalls in die Gesamtbewertung einfließt. Möchten viele Mitglieder für einen der dort vertretenen Betriebe arbeiten, dann zeigt das für LinkedIn, dass es sich um einen attraktiven Betrieb handelt. Kann dieser angemeldete Top-Kandidaten für sich gewinnen, verbessert er auf diese Weise seine Tabellenpositionierung.
Nur Firmen, die jünger als sieben Jahre sind und mehr als 50 Angestellte haben, finden hier einen Platz. Diese Auflistung erscheint dabei erstmalig für Deutschland. Auch für Kanada und die Vereinigten Staaten gibt es eine solche Liste.
Mehr als vier Milliarden Interaktionen wurden dafür ausgewertet und untersucht. Auf diese Weise entstand ein aussagekräftiges Ergebnis, das für Investoren und Arbeitssuchende eine gute Hilfe darstellt. Unterschiedlichste Geschäftsformen und -ansätze fanden dort Berücksichtigung. B2C-Unternehmen findet man dort ebenso wie B2B-Firmen. Big-Data-Plattformen sind genauso vertreten wie Hersteller von Koffern. Folgerichtig ist das Spektrum der verglichenen Konzerne groß.



Wie sehen die weiteren Platzierungen aus und welche Besonderheiten sind aufgefallen?

Spryker, Contentful, Door2Door, Auto1 Group und Infarm vervollständigen die Top 10. Ihnen folgen Personio, 8fit, Blinkist, Seven Senders sowie Fluffy Fairy Games. Die Plätze 15 bis 20 nehmen Remerge, Blacklane, Lesara, Lingoda und Uberall ein. Raisin, Deposit Solutions, die Global Savings Group sowie ProGlove folgen auf den Rängen dahinter. HeyJobs hat es auf die 25. Position geschafft.
Leider ist bei den Neugründungen als Verantwortliche nur eine Frau aufgeführt. Als Gründerin ist nur Osnat Michaeli mit Ihrem Unternehmen „InFarm“ vertreten. Studien belegen, dass die Zahlen an weiblichen Selbstständigen und Unternehmerinnen zwar steigen, jedoch ist der Anteil noch immer gering.
Zusätzlich hat sich bestätigt, dass Berlin für Neugründungen attraktiv ist. 19 der 25 gelisteten Betriebe haben ihren Hauptsitz in der deutschen Bundeshauptstadt. Schon seit Jahren ist die Gründerszene dort stark vertreten. Mit „Deposit Solutions“ hat es ein Hamburger Unternehmen auf die Liste geschafft. Zusätzlich scheint München für innovative Betriebe ein beliebter Standort zu sein. Mit FlixMobility, der Global Savings Group, Celonis, Personio und ProGlove haben sich fünf Unternehmen für die bayerische Metropole entschieden. Es wird interessant sein, ob dieser Trend anhält, oder es in den nächsten Jahren hier zu Verschiebungen kommt. Großstädte wie Köln, Leipzig, Frankfurt oder Stuttgart treten nicht in Erscheinung. Dies ist auffällig, da die Infrastruktur dort hervorragend ausgebaut ist, weshalb die Voraussetzungen für eine Betriebsansiedelung optimal sind.
Doch Berlin besitzt eine große Auswahl an Talenten, die sich beweisen möchten und motiviert die einzelnen Projekte unterstützen. Es hat sich ein ganzes Netzwerk gebildet, durch welches es zu schnellen Erfolgen kommt. Dies hat sich sogar bis ins Silicon Valley herumgesprochen, weshalb Fachleute von dort in Berlin nach neuen Karrierechancen suchen und diese mit Leichtigkeit finden. Somit ist Berlin einer der attraktivsten Standorte der Welt, wenn es um die Ansiedlung von neuen Betrieben geht. Auch LinkedIn hat diesen Trend bemerkt, weshalb der Konzern dort erst eine Niederlassung eröffnet hat. Zuvor war die Hauptvertretung in München angesiedelt. Somit beweist das Unternehmen, dass die Attraktivität der deutschen Hauptstadt weiter steigt, es mit München jedoch einen weiteren interessanten Standort gibt.