Davos-Treffen gibt Hoffnung

Ende Januar kam im Schweizer Davos die Elite aus Wirtschaft und Politik zum Weltwirtschaftsforum zusammen. Zu Beginn wartete der Internationale Währungsfonds (IWF) mit Schätzungen zum Weltwirtschaftswachstum auf.

Kemal Bagci, ETC-Experte von BNP Paribas 

Die Experten rechnen mit einer Steigerung des Weltbruttoinlandsprodukts (BIP) für 2019 von 3,5 Prozent. Dies waren 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Oktober geschätzt. An den Rohstoffmärkten kamen diese Zahlen nicht gut an. Doch das gesamte Umfeld dürfte 2019 eher tragend für insbesondere Industriemetalle sein.

Immerhin sollte ein Wachstum von 3,5 Prozent weiter die Nachfrage nach Rohstoffen festigen. Zudem hat Peking bereits Stimuli für die chinesische Wirtschaft angekündigt, um das langsam rückläufige Wirtschaftswachstum zu befeuern. Gerade Kupfer, das zunehmend aufgrund der Elektromobilität nachgefragt wird, sowie Nickel und Zink sollten von steigender Nachfrage profitieren. Die Metallpreise, die mehrheitlich über die vergangenen zwölf Monate deutlich verloren haben, dürften sich daher 2019 deutlich erholen.

Diesen erwarteten Trend können Investoren einfach und kostengünstig über ETCs (Exchange Traded Commodities) in ihr Portfolio einbauen. Bei Industriemetallen basieren die Anlagevehikel in der Regel auf Terminkontrakten. Dabei ist es sinnvoll zu rolloptimierten ETCs zu greifen. Denn bei unbefristeten ETCs muss regelmäßig in länger laufende Terminkontrakte umgeschichtet werden. Beim aktuellen Contango, bei dem der Kassapreis unter dem Terminprei liegt, kommt es zu Rollverlusten, die die Gesamtrendite schmälern. Aktuell herrscht nur bei Zink und Zinn eine Situation, die Backwardation heißt, wobei die zukünftigen Terminpreise unter den Kassakursen notieren. Es gibt sowohl ETCs auf einen Korb von Industriemetallen sowie auf einen Korb inklusive der gängigsten Edelmetalle.

 

Quellen: Lagarde-Zitat (Bloomberg) & BIP (IWF)