Davos zeigt die Richtung an

Die Weltwirtschaft wird 2019 weiterwachsen. Die zieht eine robuste Nachfrage nach Rohstoffen nach sich. Dies sollte zu einer Erholung der Industriemetallpreise 2019 führen, meint Kemal Bagci von BNP Paribas.

Kemal Bagci, ETC-Experte von BNP Paribas 

„Bedeutet dies, dass eine globale Rezession vor der Tür steht? Die Antwort ist nein“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu ihrer selbst gestellten Frage. Vom 22. bis 25. Januar kam im Schweizer Örtchen die Elite aus Wirtschaft und Politik zum alljährlichen Weltwirtschaftsforum zusammen. Zu Beginn wartete der Internationale Währungsfonds (IWF) mit Schätzungen zum Weltwirtschaftswachstum auf. Die Experten rechnen mit einer Steigerung des Welt-Bruttoinlandsprodukts für 2019 von 3,5 Prozent. Dies waren 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Oktober geschätzt.

An den Rohstoffmärkten kamen die Zahlen nicht gut an. Industriemetalle gaben nach. Dennoch dürfte das gesamte Umfeld 2019 eher tragend für Industriemetalle sein. Denn ein Wachstum von 3,5 Prozent sollte die Nachfrage nach Rohstoffen weiter anheizen. Auch China dürfte dazu beitragen. Peking hat bereits Stimuli für die Wirtschaft angekündigt, um das an Dynamik verlierende Wirtschaftswachstum wieder zu befeuern. Gerade Kupfer, das auch immer mehr aufgrund der Elektromobilität nachgefragt wird, sowie Nickel und Zink dürften von steigender Nachfrage profitieren. Die Metallpreise, die mehrheitlich über die vergangenen zwölf Monate zwischen zehn und gut 20 Prozent verloren haben, sollten sich daher 2019 deutlich erholen.

Auf diesen Trend können Investoren einfach und kostengünstig über ETCs (Exchange Traded Commodities) setzen und zur Diversifikation in ihr Portfolio einbauen. Im Industriemetallsektor basieren die Anlagevehikel in der Regel auf Terminkontrakten. Daher ist es sinnvoll zu rolloptimierten ETCs zu greifen. Denn bei unbefristeten ETCs muss regelmäßig in länger laufende Terminkontrakte umgeschichtet werden. Dabei kommt es beim aktuellen Contango zu Rollverlusten, die die Gesamtrendite schmälern. Aktuell herrscht nur bei Zink und Zinn eine Situation, die Backwardation heißt, wobei die zukünftigen Terminpreise unter den Kassakursen notieren. Es gibt sowohl ETCs auf einen Korb von Industriemetallen sowie auf einen Korb inklusive der Edelmetalle.

 

Quellen:

Lagarde-Zitat (Bloomberg)

BIP-Wachstum (IWF)