Chefvolkswirt der Commerzbank hält Rezession des Euroraums für unwahrscheinlich

Die beiden ComStage Alpha Dividende Plus ETFs (WKN: ETF750, ETF751) sind für Aktienanleger gedacht, die gerne in dividendenstarke Werte investieren und das Risikomanagement der Aktienanlage nicht selbst übernehmen möchten.

Vor fast genau zehn Jahren, am 9. März 2009, startete an der Wall Street die aktuelle Hausse. Es ist also mittlerweile ganz schön lange her, dass an den Kurstafeln der New York Stock Exchange die Minuszeichen dominierten. Dagegen ist es noch gar nicht so lange her, es war im Spätsommer des vergangenen Jahres, als Donald Trump vor weiteren Anhebungen der US-Leitzinsen warnte. Der US-Präsident und mit ihm auch einige Ökonomen befürchteten ein Abwürgen der US-Konjunktur und des Bullenmarktes an den Börsen, sollte die US-Notenbank die Leitzinsen über die damals erwartete 3-Prozentmarke klettern lassen. Besonders Jerome Powell, der oberste Währungshüter der US-Notenbank (Fed), zog sich damals den Zorn des US-Präsidenten zu.

Die Befürchtungen vor einem Überdrehen der Zinsschraube sind nicht eingetreten – ganz im Gegenteil. Letzten Dezember kündigte Powell mit Verweis auf zunehmende wirtschaftliche Abwärtsrisiken eine längere Pause im Zinsanhebungszyklus an. Die Ökonomen der Commerzbank schließen mittlerweile selbst eine Zinssenkung nicht mehr aus. Erste Signale hierzu könnte es heute Abend geben, wenn die US-Notenbanker in ihrer Sitzung über das weitere Vorgehen in ihrer Zinspolitik beraten. Seit Dezember 2015 hatte die Fed ihre Leitzinsen in neun Schritten von null auf 2,25 Prozent angehoben.

Im Euroraum sind Zinsen, die diese Bezeichnung auch verdienen, selbst mit einem Fernrohr und viel Phantasie nicht zu erblicken. Wenn an diesem Freitag um 10 Uhr die Daten zu den Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor veröffentlich werden, erwarten die Experten, dass diese einen weiteren Rückgang der Industrieproduktion signalisieren. Besonders ein Land bereitet den Ökonomen weiter Sorgen. Die italienische Wirtschaft wird in diesem Jahr weiter in die Rezession abgleiten, nachdem das Bruttoinlandsprodukt schon in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres gesunken war. Aber selbst Deutschland, das jahrelang das Zugpferd in Europa war, fängt an zu lahmen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, besser bekannt als die „fünf Wirtschaftsweisen“ stellte gestern fest, dass die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft erst einmal vorüber ist.

Dr. Jörg Krämer geht davon aus, dass die aktuelle Entwicklung den Konjunkturpessimisten weiter Auftrieb geben wird. In der gestern ausgestrahlten Ausgabe von ideasTV hält mein Gesprächspartner, der Chefvolkswirt der Commerzbank Dr. Jörg Krämer, ein Abgleiten des Euroraums in eine Rezession für wenig wahrscheinlich. Angesichts der weiter rotierenden Geldpressen der EZB prognostiziert er eine Fortsetzung der Vermögenspreisinflation. Von diesem Szenario würden natürlich auch die Aktien als Kapitalanlage weiter attraktiv bleiben.

Der DAX scheint die Prognosen Dr. Krämers  verinnerlicht zu haben und kletterte bereits am Dienstag wieder über 11.800 Punkte! Zur Erinnerung: Das war die entscheidende technische Marke für den Absturz im letzten Jahr (s. Chart). Dort liegt auch die 200-Tage-Durchschnittslinie (rot eingezeichnet). Schon erstaunlich, eine solch starke Erholung zu sehen – angesichts der Serie von fundamental eher schlechten Nachrichten während der letzten Tage.

 

Bei den beiden Comstage Alpha ETFs bleiben wir bei der niedrigen Absicherungsquote - solange die Aktienmärkte weiter so gut laufen!

Aktuelle Kerndaten:

ETF750: Aktien (ca. 99,90%); Absicherung Europa: ca. 32,7%; USA: ca. 13,8%; gesamt: ca. 27,9%

ETF751: Aktien (ca. 95,7%); Absicherung Deutschland: ca. 33,4%

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