Teil 1: Der Demografische Wandel - Herausforderungen und Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt

Momentan gehört in Deutschland mehr als jede vierte Person zur Generation 60 plus. 2050 wird es bereits mehr als jede dritte Person sein!

THOMAS LANGE  (Head of Credit Analysis, Exporo AG)
Thomas Lange verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Immobiliensektor, u.a. hat er 15 Jahre als Kreditreferent Real Estate Finance und als Prokurist bei der SEB AG in Hamburg und Frankfurt gearbeitet. Bisher begleitete er über 10 Mrd. € Finanzierungsvolumen ohne ökonomischen Misserfolg.

 

Kranken- und Rentenversicherungen, das Gesundheitswesen sowie der Arbeitsmarkt - diese Bereiche stehen nur beispielhaft für die verschiedensten alltäglichen Situationen, die vom demografischen Wandel beeinflusst werden. Der Wandel und die Veränderung der Altersstruktur gehören zu den größten Herausforderungen und nicht zuletzt sind auch zahlreiche Auswirkungen auf die Immobilienbranche zu beobachten. 

Zwischen 1990 und 2014 hat sich die Zahl der Menschen ab 65 Jahren bundesweit um rund 5,2 Millionen auf 17,1 Millionen erhöht. Das entsprach einem Anstieg um 43%. Nicht uninteressant ist dabei, dass im gleichen Zeitraum die Gesamtbevölkerung aber nur um rund 2% wuchs (Statistisches Bundesamt, Ältere Menschen in Deutschland und der EU, 2016).

 
Statistisches Bundesamt, Ältere Menschen in Deutschland und der EU, 2016

 

Diese Zahlen zeigen eindeutig, dass ältere Menschen zunehmend unsere Gesellschaft prägen werden - sei es, weil die geburtenstarken Jahrgänge der 60er Jahre (auch “Baby Boomer” genannt) langsam ins Rentenalter kommen oder die Lebenserwartung stetig steigt (Deka-Makro Research Immobilienresearch Spezial: Demografie und Immobilienmärkte).

Das bedeutet als Resultat natürlich auch, dass sich der Wohnungsmarkt an die zunehmende Lebensdauer und die veränderten Anforderungen an den Wohnraum anpassen muss. Gerade bei der Gestaltung und Anpassung altersgerechter Wohnungen stellt der demografische Wandel die gesamte Branche vor neue Aufgaben. So ist der Bedarf an altersgerechten Wohnungen so hoch wie nie. Bis 2030 fehlen in Deutschland rund 3 Millionen barrierefreie Wohnungen. 

 
Statistisches Bundesamt, Ältere Menschen in Deutschland und der EU, 2016

 

Denn trotz des medizinischen Fortschritts nehmen körperliche Einschränkungen im höheren Alter zu. Der Wohnalltag wird beschwerlicher. Will man so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben, ist man auf eine bedarfsgerechte Wohnung angewiesen. 

Die Wohnformen unterscheiden sich hierbei vor allem hinsichtlich des Pflegebedarfs. Sind die körperlichen Einschränkungen relativ gering, so sind barrierefreie bzw. rollstuhlgerechte Wohnungen ausreichend. Wird weitere Hilfe benötigt, eignen sich Servicewohnungen, bei denen die Bewohner Pflegedienstleistungen von einem externen Dienstleister in Anspruch nehmen können. Reicht nun auch diese Unterstützung nicht aus, ist ein Platz in einer Pflegeeinrichtung nötig.

Für Kapitalanleger ist dieses Thema äußerst spannend. Der aktuell und zukünftig riesige Bedarf an altersgerechten Wohnungen macht die Assetklassen der Seniorenimmobilien zu einer attraktiven Anlagemöglichkeit mit großem Potenzial. Das Interesse an Anlagemöglichkeiten ist genau in diesem Bereich momentan so hoch wie nie. 

Erfahren Sie im nächsten Beitrag mehr über die einzelnen Assetklassen der Seniorenimmobilien und deren Relevanz auf dem Immobilienmarkt.

 

 

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