Der Erfurter Halbleiterhersteller X-Fab profitiert vom Trend zur E-Mobilität

Die X-FAB SE ist aufgrund des letztjährigen Börsengangs auf einem Wachstumskurs und besitzt genügend finanziellen Freiraum, um auch an neuen Markttrends zu partizipieren. Aus dem Börsengang resultierte zusätzliches Eigenkapital in dreistelliger Millionenhöhe, sodass das Unternehmen nun die Möglichkeit hat, wirtschaftliche Chancen zu ergreifen, wenn diese sich ergäben.

Das Unternehmen umfasst mittlerweile rund 4.000 Mitarbeiter die sowohl im In-, als auch im Ausland arbeiten. Insbesondere der Trend der Elektromobilität treibt den Umsatz und den Gewinn des Unternehmens an. Langfristig möchte die Geschäftsführung von dem steigenden Elektronikanteil in den Fahrzeugen profitieren. Mittlerweile werden zudem rund 500 verschiedene Produkte für die Automobilindustrie produziert, sodass auch in Zukunft ein Wachstum möglich ist.

Starkes Wachstum im ersten Börsenjahr

Erstmalig an der Börse wurden die X-FAB-Aktien am 6. April 2017 gehandelt. Die Emission der Wertpapiere erfolgte an der Euronext NV in Paris. Bei dem Börsengang des Unternehmens handelt es sich um den ersten Börsengang eines Thüringer Unternehmens seit mehreren Jahren. Die Spezialisierung des Halbleiterherstellers sind Schaltkreise, welche insbesondere in der Automobilbranche, in der Medizintechnik oder der Industrie benötigt werden. Die Schaltkreise dienen dabei als Bindeglied zwischen der analogen und digitalen Welt. Das Unternehmen hat zwei Niederlassungen in Deutschland. In Erfurt werden rund 800 Mitarbeiter beschäftigt, während in Dresden weitere 400 Mitarbeiter arbeiten.

Das vergangene Jahr war für das Unternehmen besonders erfolgreich, denn der Umsatz legte um 13 Prozent zu, sodass rund 515,3 Millionen Euro verbucht wurden. Nach Steuern blieb ein Gewinn von 79,5 Millionen Euro über. Dies entspricht beinahe einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr und auch für dieses Geschäftsjahr erwartet der Vorstand des Unternehmens weiteres Wachstum.

Als Anerkennung für den Erfolg erhielt das Unternehmen vor wenigen Tagen den Preis „Initial Public Offering of the Year“. Dieser Preis wurde für die beste Performance im ersten Börsenjahr in der Kategorie von Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung verliehen. Durch die erstmalige Aktienemission wurden rund 426,4 Millionen Euro in die Kasse des Unternehmens gespült. Das positive Wachstum des Vorjahres lässt sich dabei insbesondere auf die Übernahme von Halbleiterfabriken zurückführen. Mittlerweile besitzt das Unternehmen Produktionsstandorte in Frankreich, Malaysia und in den USA. Laut Analysten werde das Unternehmen weiterhin wachsen, jedoch aufgrund entfallender Übernahmen ein geringeres Wachstum verzeichnen.