Der Kampf der beiden Bitcoin Börsen – Coinbase vs. Binance

Konkurrenz belebt das Geschäft. Und letztlich haben alle etwas davon. Binance und Coinbase bilden die Spitze der Krypto-Börsen und liefern sich seit einiger Zeit einen Konkurrenzkampf. Für die Trader könnte das bessere Regulierungen und Angebote bedeuten.

Coinbase und Binance listen Ethereum Classic

Beide Plattformen bekommen demnächst Zuwachs. Coinbase verkündete unlängst, demnächst auch Ethereum Classic (ETC) auf der Börse zu integrieren. Auf Binance ist der Handel mit der Hard Fork von Ethereum bereits möglich. Hier können Trader ETC mit der eigenen Binance Coin (BNB) und mit der Stable Coin Tether (USDT) tauschen. Damit bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, an Ethereum Classic zu kommen. Coinbase, eine der größten Krypto-Börsen weltweit und die größte der Vereinigten Staaten, bietet primär nicht viele Kryptowährungen an. Zuvor waren lediglich Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ethereum (ETH) und Litecoin (LTC) auf Coinbase handelbar. Dafür können diese Kryptowährungen mit Fiatgeld gekauft und verkauft werden. 

Auf Binance sieht die Sache anders aus. Die Plattform mit Sitz in Japan bietet seit jeher eine große Menge an Kryptowährungen, vor allem auch hunderte an Altcoins. Jedoch lassen sich diese zumeist nur gegen Bitcoin und Ethereum tauschen, öfter auch gegen die eigene Kryptowährung Binance oder Tether. Davon, dass Ethereum Classic auf beiden Plattformen gelistet wird, profitieren vor allem die Trader. Denn ihnen bieten sich unterschiedliche Optionen für den Kauf und Verkauf.

Coinbase will sich regulieren lassen

Coinbase war in letzter Zeit nicht untätig. Unlängst öffnete das Unternehmen ein Büro in Japan unter der Leitung von Nao Kitazawa. Nach eigenen Angaben arbeitete Coinbase Hand in Hand mit der japanischen Finanzaufsichtsbehörde zusammen. Gleichzeitig will sich das Unternehmen bemühen, sein Angebot an Kryptowährungen zu erweitern. Ein bedeutender Schritt dürfte jedoch die Regulierung durch die US Securities and Exchange Commission (SEC) und der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) werden. Die zusätzlichen Regulierungen sorgen für mehr Seriosität und Vertrauen auf Seiten der Trader.

Changpeng Zhao kündigt Fiatwährungen an.

In einem Interview kündigte der CEO von Binance, Changpeng Zhao, an, demnächst auch das Trading von Kryptowährungen mittels Fiatwährungen einführen zu wollen. Dafür hätte er eine Bank in Malta gefunden. Noch dieses Jahr soll die Börse nach Malta umsiedeln. Gestartet wurde Binance 2017 in China, flüchtete sich jedoch vor den Regulierungen der chinesischen Behörden nach Japan. In dieser kurzen Zeit konnte Binance zu einer der größten Kryptobörsen der Welt aufsteigen. Unter anderem lag das an der großen Auswahl an Kryptowährungen. Den Kauf von Coins mit Dollar oder Euro suchten die Trader auf der Exchange jedoch vergeblich. Durch die Einführung von Fiatwährungen könnte sich das Handelsvolumen der Börse noch vergrößern.