Der Weltraum, unendliche Weiten… auch zum Investieren und Geldverdienen?
1 min
2021-07-15

Der Weltraum, unendliche Weiten… auch zum Investieren und Geldverdienen?

Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson erobern das Weltall. Wird der Weltraum-Tourismus zum Trend der Zukunft oder Nischenmarkt für eine kleine finanzkräftige Elite? Neben den Ausflügen zum Privatvergnügen ist längst eine umsatzstarke Raumfahrtindustrie entstanden, die etwa Satelliten ins All befördert, die Hardware baut oder sich um die Kommunikation kümmert. Wie können Investoren vom Trend partizipieren?

Über Cathie Woods und manche ihrer Kursziele zu Tesla oder Bitcon lässt sich trefflich streiten, unstrittig ist jedoch, dass sie mit ihren gemanagten ETFs sehr erfolgreich in spannende und disruptive Zukunftstrends investiert. So lancierte Sie im März 2021 den ARK Space Exploration & Innovation ETF, der in rund 50 Werte der Weltraumindustrie investiert. Mehr Aufmerksamkeit den je erhält nun das Thema durch die Weltraumausflüge der Milliardäre Richard Branson und Jeff Bezos. 


Weltraum-Investments: Zwischen Tourismus, Navigation und Kommunikation

Zwei Trends treiben im Wesentlichen das Geschäft mit der Raumfahrt: der private Weltall-Tourismus und Satellitenkommunikation. Für ersteres bietet Bransons Virgin Galactic schon jetzt auf seiner Webseite die Registrierung für ein künftiges Ticket ins All an. Alleine der Preis steht noch nicht offiziell fest, es ist aber anzunehmen, dass er bei 250.000 US-Dollar liegen wird. Trotz dieser, für den Normalbürger astronomischen Preise, schätzt die UBS, dass der Weltraumtourismus in wenigen Jahren einen jährlichen Umsatz von drei Milliarden US-Dollar erreichen wird. 

Der zweite Wachstumstreiber ist das Geschäft mit Satelliten. Seit Elon Musks Space-X-Raketen science-finction-gleich wieder senkrecht landen können, sinken die Kosten für Satellitentransporte massiv. Hier besteht enormes Potenzial und Nachfrage. Schließlich sind Anwendungsgebiete für Satelliten fast unerschöpflich, wenn es um etwa Navigation, Landwirtschaft, Transport und das Internet geht. Elon Musks Starlink ist jetzt schon der größte kommerzielle Satellitenbetreiber mit derzeit 1.160 Satelliten für den Aufbau eines globales Internets. Insgesamt bestehen bis zum Jahr 2027 befristete Genehmigungen für den Start von maximal 11.927 Satelliten, sowie Anträge von SpaceX für nochmals bis zu 30.000 weiteren Satelliten. Das entspricht zusammengenommen dem fünffachen (!) aller von 1957 bis 2019 gestarteten Satelliten. 


Erste Weltraum-ETFs in Deutschland handelbar

Nun ist es nicht ganz einfach, in diesen Megatrend zu investieren. Von den Firmen der drei Milliardäre ist nur Bransons Virgin Galatic börsennotiert. Viele “Pure-Plays” gibt es auch nicht, denn Airbus, Boeing, Safran oder Lockheed Martin sind noch in weiteren Segmenten der Luftfahrt aktiv. Zudem sind viele Unternehmen nicht börsennotiert oder teils auch noch in der Startup-Phase. In Deutschland sind der Satellitenhersteller OHB aus Bremen oder die Münchner Laserspezialisten Mynaric börsennotiert. Im Mai hatte Vontobel ein Anlagezertifikat auf den Solactive Space Technology Index auf den Markt gebracht. Seit Juni ist der Procure Space UCITS ETF auch in Deutschland handelbar. Der ETF-Anbieter HANetf hat den ETF, der schon seit längerer Zeit in den USA verfügbar ist, nun auch nach Europa gebracht. Es handelt sich um den ersten dezidierten Weltraum-ETF, der auch an europäischen Börsen gehandelt werden kann. Die Reise kann starten! 

To use this feature, you have to create a free account.