Deutschland exportiert weniger - stärkster Rückgang seit 2015

Die deutschen Exporte erhöhten sich im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent auf 104,7 Milliarden Euro. Im Januar betrug der Anstieg noch 8,6 Prozent.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrugen die von Deutschland ausgeführten Güter im Februar 2018 104,7 Milliarden Euro und die eingeführten Waren hatten einen Wert von 86,3 Milliarden Euro. Damit überstiegen die deutschen Ausfuhren im Februar 2018 den Vorjahreswert um 2,4 Prozent. Bei den Einfuhren waren es im Februar 2018 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat Januar 2018 um 3,2 Prozent ab, die Importe sanken um 1,3 Prozent.


US-Protektionismus macht sich bereits bemerkbar

Mittel- bis langfristig sind Einbrüche in der Konjunkturentwicklung wahrscheinlich, weil die Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit des weltweiten Handelssystems bereits erheblich beeinträchtigt ist. Durch Verhandlungen auf multilateraler Ebene kann aber gegenwärtig noch einer Eskalation entgegengewirkt werden.


Stärkster Rückgang der Exporte seit 2015

Die deutschen Exporte erhöhten sich im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent auf 104,7 Milliarden Euro. Im Januar betrug der Anstieg noch 8,6 Prozent. Besonders der Handel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union nahm ab. Im Vergleich zum Vormonat verminderten sich die Ausfuhren um 3,2 Prozent. Es war der größte Rückgang seit August 2015. Die Einfuhren erhöhten sich innerhalb eines Jahres um 4,7 Prozent auf 86,3 Milliarden Euro.
Nach Einschätzung des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) ist die deutsche Außenwirtschaft augenblicklich noch robust. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA beeinträchtigt die Weltwirtschaft. Darunter leidet auch die stark international ausgerichtete deutsche Wirtschaft, wenn nicht bald endlich wieder Besonnenheit einkehrt.


Handelsstreit bedroht deutsche Firmen

In China und den USA unterhalten deutsche Firmen zahlreiche Niederlassungen und Joint Ventures. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird durch Zollschranken zwischen beiden Märkten automatisch betroffen. Die von China angedrohten Strafzölle spüren die deutschen Autohersteller sogar stärker als die amerikanischen Hersteller. BMW und Daimler werden in diesem Jahr abermals mehr als 100.000 Autos von ihren US-Werken aus nach China ausführen.