Deutschlands vielversprechendstes Start-up

Der derzeitig 34-jährige Christian Schwarz, war schon immer von der Biochemie fasziniert. Aufgrund dessen suchte er immer wieder Möglichkeiten, ein völlig neues Unternehmen, in diesem er seine eigenen Entscheidungen treffen konnte, eröffnen zu können. Nach jahrelanger Forschung gelang es Herrn Schwarz ein Unternehmen zu eröffnen, welches völlig neue Perspektiven aufwirft. Bereits im Jahre 2017 machte sich der ehemalige Angestellte selbstständig. Dies geschah mit einem langjährigen Freund, Philipp Bürling, gemeinsam. Ihr gemeinsames Unternehmen namens Numaferm entstand. Der Name leitet sich von der etwas längeren Bezeichnung New Market Fermentation ab. Diese Bezeichnung bezieht sich auf das Herstellungsverfahren. Grundsätzlich handelt es sich bei dem Unternehmen um einen Betrieb, welcher Peptide zu einem äußerst günstigen Preis herstellt. Der Preis beläuft sich ungefähr auf ein Zehntel der bisherigen Kosten. Zu diesem günstigen Angebot kommt noch hinzu, dass das Unternehmen auf Chemie verzichtet und stattdessen großen Wert auf Biotechnik legt. Derzeit befindet sich der Betrieb in Düsseldorf und weist zwölf Mitarbeiter auf. Der Umsatz beläuft sich auf ungefähr 500.000 Euro. Durch die hohe Innovation, welche sowohl für die Medizin als auch die Pharma- und Kosmetikindustrie weitreichende Folgen mit sich bringen kann, wird das Unternehmen der beiden als vielversprechendstes Start-up bezeichnet.

 

Niedrige Herstellungskosten

Die Spezialität von Numaferm liegt in der Herstellung von Peptiden. Diese werden effizient-organisch hergestellt und stellen somit Biomoleküle dar. Die Gründer des Start-ups wissen, dass diese Herstellungsvariante nur von ihnen bekannt ist, weshalb sie eine Verantwortung gegenüber all jenen tragen, welche keine Wissenschaftler sind. Normalerweise werden Peptide aus chemischen Mitteln hergestellt, welche sehr teuer sind. Die Kosten eines Kilogramms können sich hier schnell auf eine Million Euro belaufen. Das Düsseldorfer Unternehmen hat nun die Möglichkeit gefunden, mit wesentlich geringeren Kosten zu produzieren. Die Herstellung kann somit um mindestens 90 Prozent in den Kosten gesenkt werden. Die Umweltfreundlichkeit des Herstellungsprozesses weist einen weiteren positiven Aspekt auf und ist Grund dafür, dass diese Peptide möglicherweise bald in den unterschiedlichsten Produkten angewandt werden. Irrelevant ob Arzneimittel, Düngemittel oder gar Kosmetikprodukt, das Start-up-Unternehmen wird definitiv bald einen hohen Grad an Beliebtheit erreichen.

 

Weniger Druck beim Verkauf

Derzeit weist das neue Unternehmen 20 Kunden auf, welche regelmäßig Peptide bei diesem einkaufen. Die Kunden nehmen entweder immer wieder eine kleine Menge an Peptiden an, oder erwerben gleich das patentierte Herstellungsverfahren. Da es sich bei der Biotechnik allerdings um eine sehr konservative Branche handelt, werden die Kunden nicht öffentlich genannt. Im Sommer 2017 erreichte Numaferm einen einstelligen Millionenbetrag bei der Finanzierung. Hierfür haben insbesondere die Investoren Detlev Riesner sowie Jürgen Schumacher gesorgt. Letzterer ist Mitbegründer eines Biotechnik-Unternehmens. Sowohl Christian Schwarz als auch Philipp Bürling bestätigen, dass sie eines Tages Produkte von Numaferm verkaufen möchten, solange der Preis stimmt. Das Ziel, welches jedoch in erster Linie erreicht werden sollte, stellt dar, ein Unternehmen nachhaltig und ohne Druck für den Verkauf aufzubauen.