Die besten Aktienfonds 2020: All Cap Emerging Markets

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres waren die Schwellenländer durch die Pandemie heftig gebeutelt. Nur wenige Fondsmanager konnten deshalb ihre Fonds über die Nulllinie manövrieren. Doch der Wind hat sich gedreht – das zeigt der Blick auf die besten Aktienfonds aus der Peergroup Aktien Emerging Markets am Jahresende.

Im ersten Halbjahr 2020 dürften Emerging-Markets-Anleger ein paar graue Haare mehr bekommen haben. Die Schwellenländer kämpften lange mit der richtigen Handhabe rund um die Corona-Pandemie, die Infektionszahlen blieben noch hoch, als in Industrieländern der Sommer etwas Entspannung brachte. Nun aber ist eine flächendeckende Impfung in Aussicht. Und die könnte Schwellenländer nach den Risiken der Pandemie wieder in den Fokus von Investoren rücken.

Erste Anzeichen gibt es dafür jetzt schon. Aktien und Anleihen aus den Emerging Markets waren zum Jahresende hin gefragt, die Währungen gemessen am MSCI Emerging Market Currency Index kletterten seit Ende April auf den höchsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren. Gleichzeitig profitieren die besonders in Dollar verschuldeten Schwellenländer von einer Abwertung der US-Währung. Die Aussichten haben sich innerhalb weniger Monate ins Positive gedreht.


Die besten Aktienfonds 2020 für All Cap Emerging Markets im Überblick

  1. Emerging Leaders Equity Fund
  2. ÖkoWorld Growing Markets 2.0
  3. Abaris Emerging Markets Equity
  4. Carmignac Emergents
  5. Carmignac Portfolio Emergents

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Sichtbar wird das auch bei den Renditen von Fonds aus der CAPinside-Peergroup Aktien Emerging Markets. Während nach sechs Monaten im Jahr 2020 nur wenige der 459 Fonds oberhalb der Nulllinie landeten, liegt der Durchschnitt der Peergroup am Jahresende bei über sieben Prozent. Und die Top-Performer konnten seit Jahresbeginn deutlich mehr bieten.

Branchenriese Morgan Stanley erreichte zum Stichdatum 31. Dezember 2020 mit dem Emerging Leaders Equity Fund im Peergroup-Vergleich die Spitzenposition. Im Jahr 2020 erreichte das Fondsmanagement um Vishal Gupta einen Zuwachs von fast 50 Prozent – nach den ersten sechs Monaten war es nur ein Zehntel davon. Zuletzt sorgten vor allem Technologie-Werte aus den Schwellenländern für die beschleunigte Erholung. Top-Position war am Jahresende das chinesische Unternehmen Meituan-Dianping, das über seine Website Lieferdienste und andere Konsumservices anbietet. Dahinter reihen sich die chinesischen Kollegen Alibaba und Tencent, aber auch der südamerikanische Onlinehändler Mercadolibre ein.


Nachhaltig in Emerging Markets

„Wir konzentrieren uns auf zukünftige Wachstumstreiber in den Schwellenländern und verfolgen dabei einen benchmarkunabhängigen Ansatz“, erklärt Morgan Stanley mit Blick auf die Strategie, die auch langfristig den MSCI Emerging Markets Index schlug und von Morningstar mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Zuletzt konzentrierte sich der Fonds vor allem auf den chinesischen und den indischen Markt, über die Hälfte des Fondsvermögen entfallen auf die zwei Länder.


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Fast genauso hoch wie beim Fonds von Morgan Stanley war auch die Rendite vom ÖkoWorld Growing Markets 2.0, der schon zum Halbjahr einer von nur zwei Fonds war, die deutlich zweistelliges Wachstum verzeichnen konnten. Die Wurzeln des Asset-Managers Ökoworld liegen im Jahr 1975, als Alfred Platow und Klaus Odenthal das Vorgängerunternehmen versiko gründeten. Das Ziel war eine ökologisch-ethische Kapitalanlage – und das spiegelt sich auch in dem Fonds wider.

„Unsere neue Strategie mit dem ÖkoWorld Growing Markets 2.0 ist es, auf der Basis der positiven Rahmendaten besondere Investitionschancen zu identifizieren und diese in einem zukunftsorientierten Fonds zu bündeln. Aus unserer Sicht sind die Gewinner der zweiten Wachstumswelle 2.0 hauptsächlich bei den Unternehmen zu finden, die den Fokus auf die Binnenkonjunktur gerichtet haben“, erklärt ÖkoWorld den Ansatz des Fonds. Das Management investiert für dieses Ziel in Unternehmen aus den Emerging Markets, die vom hauseigenen Sustainability Research auf ESG-Kriterien hin geprüft werden.

Doch auch bei der Aktienauswahl selbst aus einem Universum von rund 500 Unternehmen wird der Fokus auf bestimmte Sektoren gelegt, die dem nachhaltigen Ansatz von Ökoworld gerecht werden. So sind die Bereiche Bildung, regenerative Energie- und Wasserwirtschaft, Gesundheit oder auch nachhaltige Finanzdienstleistungen und Infrastruktur bevorzugte Branchen für das Fondsmanagement. Wichtig dabei: „Das Ökoworld-Prinzip sieht eine vollständige Trennung von Portfoliomanagement und Fundamentalanalyse einerseits und Nachhaltigkeits-Research andererseits vor.“


Schwellenländer bleiben attraktiv

Ebenfalls weit oben mit rund 40 Prozent Wachstum ist der Abaris Emerging Markets Equity. Die von der Schweizer Abaris Investment AG gemanagte Strategie investiert in Aktien von Unternehmen, die ihren Sitz oder ihre überwiegende wirtschaftliche Tätigkeit außerhalb Australiens, Japans, Nordamerikas und Westeuropas haben.

Der Carmignac Emergents und der fast identische Carmignac Portfolio Emergents dagegen investieren nach einem kombinierten Bottum-Up- und Top-Down-Fundamentalansatz in Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial, die attraktive Cashflows in wenig durchdrungenen Schwellenländern mit soliden Fundamentaldaten erreichen. Den Werkzeugkosten dafür besitzt Xavier Hoasse, Portfoliomanager des Fonds: „Basierend auf langjähriger Erfahrung mit Anlagen in Schwellenländern – mit dem Ziel, die rentabelsten Gelegenheiten im Aktiensegment wahrzunehmen.“

Der Fondsaufstellung aus Aktien wie Samsung Electronics, JD.com, Nio oder Sea fügt Hoasse dann seine eigene Expertise hinzu. Seit Jahresbeginn war dieses Erfolgsrezept offensichtlich von Erfolg gekrönt, über 37 Prozent Rendite waren die Folge. Hoasse geht optimistisch in die Zukunft: „In einem günstigen Umfeld für die Schwellenländer halten wir an unserer bedeutenden Allokation in Wachstumsunternehmen, vor allem in Asien, fest. China, Korea und Indien sind nach wie vor unsere stärksten geografischen Überzeugungen.“


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