Die besten Fonds: Aktien Emerging Markets All Cap

Die Anlagemärkte der Schwellenländer standen 2018 stark unter Druck. Davon blieben auch Emerging-Market-Fonds nicht verschont. Nur wenige konnten sich dem Abwärtsdruck widersetzen.

Während Schwellenländeraktien in 2017 noch zu den besten Anlageklassen überhaupt zählten, enttäuschten sie in 2018. Während der aus Industrieländertiteln bestehende MSCI World Index bis Ende November gerade Mal mit 1,2 Prozent im Minus lag, verlor der MSCI Emerging Markets in Dollar gerechnet im gleichen Zeitraum 12,24 Prozent. Kaum besser sieht es in Euro aus. Hier betrug das Minus 10,3 Prozent. 

Ursachen für das schlechte Abschneiden gibt es reichlich. Da waren zum einen die steigenden Zinsen in den USA und der starke Dollar. Beides sorgte dafür, dass die Anleger ihr Kapital aus vielen Emerging Markets abzogen und stattdessen an den nordamerikanischen Markt investierten. Zum anderen waren aber auch wirtschaftliche oder politische Probleme in einzelnen Schwellenländern wie in der Türkei, in Argentinien, in Brasilien oder in Südafrika für die Kursrückgänge verantwortlich. Darüber hinaus verlief auch das Wirtschaftswachstum in China enttäuschend.

Entsprechend gab es in der Kategorie Aktienfonds Emerging Market AllCap, wo 433 Fonds aufgeführt sind, nur wenige, die diesem Abwärtssog widerstehen konnten. Year to Date und in Euro gerechnet schnitt der BSF – BlackRock Emerging Markets Equity Strategies D2 Euro, sowie die E2-Tranche des gleichen Fonds, am besten ab. Er legte trotz des schlechten Umfeldes in Euro gerechnet 6,7 Prozent zu.

Fondsmanager Sam Vecht setzt bei dem 2015 aufgelegten Fonds auf ein gut gestreutes Portfolio aus derzeit 85 Positionen. Unter den Ländern kommt China mit knapp 24 Prozent auf das größte Gewicht. Dahinter folgen Korea mit rund 20 Prozent, sowie Brasilien und Russland mit jeweils etwa zehn Prozent. Zu den Top Holdings unter den Einzeltiteln zählen Samsung Electronics, die russische Sberbank und das in Dubai ansässige Immobilienunternehmen Emaar Properties.

Dahinter folgt der Amundi R.I.CH (VT) IT, der vorwiegend in Aktien von Unternehmen investiert, die ihren Sitz in Russland, Indien oder China haben oder  in diesen Ländern tätig sind. Er weist Year to Date allerdings bereits ein Minus von 0,92 Prozent auf. Die Verluste begrenzen konnten in diesem schwierigen Marktumfeld auch der Oyster Emerging Opportunities R Euro, der noch mit zwei weiteren Tranchen unter den besten zehn Fonds vertreten ist, der Stewart Investors Global Emerging Markets Sustainability, der bei der Einzeltitelauswahl Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, und der Robeco QI Emerging Conservative Equities, dessen Fokus bei Aktien mit geringem Risiko liegt und bei dem die Titelauswahl auf einem quantitativen Ansatz beruht. Als bester ETF landete der Amundi ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF – EUR auf Rang zwölf.

Sich die Schwellenländer derzeit näher anzusehen, könnte für Anleger mit Blick auf 2019 durchaus spannend sein. Schließlich dürfte sich die Wirtschaftsentwicklung in den USA abschwächen, was zu einem tendenziell schwächeren Dollar führen dürfte. Sofern es keine globale Rezession gibt, ein Szenario, das zumindest in 2019 als wenig wahrscheinlich gilt, könnte dies bedeuten, dass wieder mehr Kapital in die Schwellenländer fließt und dort die Kurse nach oben treibt.

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