Die etwas andere Hard Fork

Es ist noch gar nicht lange her, da spaltete sich die weltweit größte Kryptowährung, der Bitcoin, durch einen sogenannten „Hard Fork“ – so nennt man Abspaltungen einer Kryptowährung in mindestens einen weiteren Coin. Dabei entstand die mittlerweile ebenfalls sehr erfolgreiche, digitale Währung namens Bitcoin-Cash. Mittlerweile – zum Stand Mai 2018 – planen die Macher von Bitcoin-Cash jedoch, den Coin seinerseits in eine „zweite Runde“ zu schicken. Durch den geplanten Hard Fork der Kryptowährung Bitcoin-Cash sollen für Krypto-Trader neue Möglichkeiten geschaffen werden, die bis Dato nicht realisierbar waren. Genau genommen handelt es sich beim geplanten Hard Fork der Kryptowährung Bitcoin Cash nicht um eine wirkliche Abspaltung. Denn diesmal soll dadurch – wie üblich – keine neue Kryptowährung entstehen, sondern sollen dadurch vorrangig neue Funktionen, die einfache Smart Contracts ermöglichen, umsetzbar werden. Wie das im Einzelnen vonstattengeht und um was es sich bei einem derartigen „Fork“ wirklich handelt, dazu innerhalb der folgenden Abschnitte etwas mehr.



Mit Programmierkenntnissen per Fork zu einer neuen Blockchain-Version

Bis zu einer gewissen Blocknummer innerhalb der Blockchain einer entsprechenden Kryptowährung verfolgt die Fork dieselbe Transaktionsgeschichte dieses Coins. Geschieht nun die tatsächliche Fork, so wird ab der jeweiligen Blockhöhe der etwaige Quellcode geändert. Dabei kann es sich entweder um eine völlig neue Kryptowährung handeln oder aber die „alte“ Kryptowährung kann mit neuen Features ausgestattet sein. Dabei entscheiden die Miner der betreffenden Kryptowährung selbst, ob diese die Änderungsvorschläge eines derartigen Forks annehmen wollen oder nicht. Im Falle des geplanten Forks von Bitcoin-Cash heißt das für die Besitzer der Coins als solches erst einmal nichts. Der Bitcoin-Cash-Wallet werden weder neue Coins hinzugefügt, jedoch werden die Coins an sich mit neuen und vor allem verbesserten Funktionen ausgestattet. In diesem Fall soll die Blockgröße von bislang 8 auf dann 32 MB vergrößert werden, was den Nutzern von Bitcoin-Cash natürlich ungeahnte Möglichkeiten verspricht.




Welche Vorteile Anleger von Bitcoin-Cash aus diesem „alternativen“ Hard Fork ziehen können

Der Fork und welche neuen, technologischen Möglichkeiten dieser mit sich bringt, dürfte den Bitcoin-Cash-Anlegern auf indirektem Wege Geld in die Kassen spülen. Denn durch die Erweiterung der Funktionalitäten des Coins wird auch dessen Marktwert beträchtlich steigern. Nicht nur, dass dieser nun vielseitiger genutzt werden kann, auch Spekulanten dürfte diese Neuerung in großem Maße anziehen und in den Bitcoin-Cash-Coin investieren lassen – je größer die Nachfrage nach dem Coin, desto höher wird auch dessen Preis steigen. Trotz dessen also, dass durch diesen alternativen Hard Fork in diesem Fall keine neue Währung entsteht, befindet sich der Markt um den Bitcoin-Cash in diesen Tagen in großer Euphorie. So verdreifachte sich der Wert des Bitcoin-Cash-Coins sich seit Ende März 2018 nahezu – potentielle Anleger dürften aber auch in den kommenden Tagen noch mit weiteren Steigerungen rechnen und sollten beim Bitcoin-Cash daher so schnell wie möglich zuschlagen. Ein weiterer Grund dafür dürfte aber auch die mittlerweile rund 25 Milliarden US-Dollar umfassende Marktkapitalisierung von Bitcoin-Cash sein, die den Coin aktuell auf Platz 4 der Weltrangliste um die größten Kryptowährungen der Welt katapultiert. Und trotz des gerade erst realisierten Forks schließen die Entwickler von Bitcoin-Cash auch einen echten „Hard Fork“ in Zukunft nicht aus.