Die Rabatte der Mobilfunk-Discounter drängen United Internet ins Eck

Auch wenn es absehbar ist, dass für das Jahr 2018 weniger Neuverträge abgeschlossen werden, so ist man von Seiten United Internets aber dennoch überzeugt, dass die Finanzziele problemlos erreicht werden - auch von Seiten 1&1 Drillisch wurde der Ausblick in Richtung Umsatz und Ergebnis bestätigt. „Wir wissen, dass wir im Plan liegen, wenn es um unsere Finanzziele für das Jahr 2018 geht“, so Dommermuth. Ob man im Mobilfunk einen Gang zulegen möchte? Nein. Schon 300 Millionen Euro wurden für 2018 im Bereich Ergebnisbelastung eingeplant, sodass man mit subventionierten Tablets oder Handys neue Kunden ködern könnte.

 

Noch kann die United Internet-Tochter kein eigenes Mobilfunknetz anbieten

Bei 1&1 Drillisch handelt es sich um einen Anbieter, der noch kein eigenes Mobilfunknetz zur Verfügung stellen kann. Im Zuge der Übernahme von E-Plus durch den Mobilfunkanbieter Telefónica, die sehr wohl einige Milliarden schwer war, vereinbarten die Maintaler mit den Münchnern, dass das Netz von einem Fünftel der 1&1 Drillisch-Nutzer genutzt werden darf. Die Vereinbarung, die mit 2019 abläuft, war zudem auch eine der Voraussetzungen, die von Seiten der EU-Kommission auferlegt wurde - so war es möglich, trotz des Wegfalls eines weiteren Netzbetreibers für den notwendigen Wettbewerb sorgen zu können.

 

Umsatz soll bei knapp 4 Milliarden Euro liegen

Das Unternehmen United Internet übernahm 1&1 Drillisch im letzten Jahr. Nun wird das DSL- und Mobilfunkgeschäft für die Privatkunden unter dem Maintaler-Dach gebündelt. Für dieses Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro - das operative Ergebnis soll bei 750 Millionen Euro liegen. United Internet erwartet hingegen einen Umsatz in Höhe von 5,2 Milliarden Euro - das operative Ergebnis wird auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt.