Die Rezessionsgefahr steigt

Die beiden ComStage Alpha Dividende Plus ETFs (WKN: ETF750, ETF751) sind für Aktienanleger gedacht, die gerne in dividendenstarke Werte investieren und das Risikomanagement der Aktienanlage nicht selbst übernehmen möchten

Wie schlimm ist es wirklich? Dies- und jenseits des Atlantiks starren die Börsianer derzeit auf die Konjunkturindikatoren, wie das Kaninchen auf die Schlange. Es geht um nicht weniger, als um die Frage, wie schlecht es um die globale Wirtschaft bestellt ist. Neben dem endlos scheinenden Hickhack um den Brexit, belastet vor allem der Zollstreit zwischen den USA und China die Weltwirtschaft. Denn angesichts globaler Wertschöpfungsketten ist es längst kein Zweikampf mehr zwischen dem Reich der Mitte und der Heimat der Freien und der Tapferen.

Die aktuelle Entwicklung an den US-Anleihemärkten zeigt, dass zwischen New York und Los Angeles etwas ins Rutschen gekommen. Genauer gesagt, droht eine ökonomische Schieflage. Um was geht es? Aus Angst vor einem Wirtschaftsabschwung legen Anleger ihr Geld zunehmend in langfristigen Zinspapieren an. Der Run auf die sogenannten Langläufer wirkt sich wiederum negativ auf deren Renditen aus. In der Konsequenz lag die Verzinsung kurzfristiger Staatsanleihen am vergangenen Freitag erstmals seit dem Sommer 2007 wieder höher, als die der langfristigen. Sobald Investoren für kurzfristige Papiere eine höhere Rendite bekommen als für Langläufer, ist von einer inversen Zinsstruktur die Rede. In der Historie wies dieses Phänomen ein erstaunlich konstantes Muster auf. Auf die seit 1945 acht inversen Zinskurven in den USA folgte auch achtmal eine Rezession. 

Auch am deutschen Anleihemarkt wurde am Freitag eine wichtige Marke, die Nullmarke durchbrochen. Nun mag manch einer zu Recht bemerken, dass es im Depot kaum einen Unterschied macht, ob es für eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit 0,1 Prozent gibt oder eben nichts an Rendite. In beiden Fällen ist die Realverzinsung aufgrund der Inflation eh tiefrot. Von der psychologischen Seite aus betrachtet, macht eine Negativrendite dennoch einen gewaltigen Unterschied. Bedeutet diese doch nichts anderes, als das Anleger sogar dafür zahlen, dem Bund Geld zu leihen. Es ist nicht zuletzt die Sorge um die Bilanzen der deutschen Exportwirtschaft und ihrer börsennotierten Unternehmen, die Investoren in den sicheren Anleihehafen treibt. Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren verschlechterte sich zuletzt deutlich. So fielen die ifo Exporterwartungen der Industrie im März auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2012. In den Vorstandsetagen der deutschen Exportindustrie herrscht vor allem Sorge vor einer weiteren Abkühlung der chinesischen Konjunktur. Im Reich der Mitte lagen die Autoverkäufe im Januar beispielsweise 16 Prozent unter denen des Vorjahres. Dies war bereits der siebte negative Monat in Folge.

Charttechnisches Niemandsland

Abseits konjunktureller Fundamentaldaten befindet sich der EURO STOXX 50 im charttechnischen Niemandsland. Der Einbruch im Dezember letzten Jahres wurde komplett wieder aufgeholt. Der europäische Leitindex eroberte zunächst die 100-Tage-Durchschnittslinie (grün) und dann die 200-Tage-Durchschnittslinie (rot) zurück. Anschließend konnte Anfang des Monats sogar der seit Anfang letzten Jahres gestartete Abwärtstrend von unten durchbrochen werden. Damit war der Weg frei, um auf die alten Höchststände der Vorjahre zurückzukehren. Aber leider wurde diese positive Bewegung in der letzten Woche nach den enttäuschenden Daten der europäischen Einkaufsmanagerindizes zunächst einmal gestoppt. Der Index setzte gestern wieder auf seine 200-Tage-Durchschnittslinie auf. Aus technischer Sicht befindet er sich wieder im Abwärtstrend.

Die Begründung für die Unsicherheit liegt eindeutig auf der fundamentalen Seite. In der aktuellen ideasTV-Sendung geht es um das Thema Wirtschaftsschwäche und die potentielle Auswirkung auf die Aktienmärkte. Sollte es sich nur um eine kurze Abschwächung handeln, haben Aktien angesichts der Renditelosigkeit der Alternativanlageklasse Anleihen natürlich gute Aussichten. Sollte Deutschland aber trotz negativer Renditen für Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit in die Rezession rutschen, sind DAX-Stände von 9.000 Punkten und tiefer vorstellbar. In diesem Niemandsland bleiben wir defensiver und versuchen gleichzeitig die Absicherungskosten mit Seitwärtsrenditen (über) zu kompensieren.

Aktuelle Kerndaten:

ETF750: Aktien (ca. 99,60%); Absicherung Europa: ca. 51%; USA: ca. 28%; gesamt: ca. 45,5%

ETF751: Aktien (ca. 94,5%); Absicherung Deutschland: ca. 46,5%

Die auf dieser Website dargestellten Informationen stellen keine Anlageempfehlung bzw. Anlageberatung oder eine Steuerberatung bzw. Rechtsberatung dar und können daher eine einzelfallorientierte Beratung nicht ersetzen. Mit dieser Darstellung geht kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf von Investmentfondsanteilen einher. Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt. Verbindliche Grundlage für den Kauf eines Fonds sind die wesentlichen Anlegerinformationen (KIID), der jeweils gültige Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen