Diese 15 Konzerne digitalisieren mit der Blockchain den Rohstoffhandel

Energieunternehmen, mehrere Handelsbetriebe und Bankhäuser möchten die Blockchain besser nutzen und auf diese Weise die Finanzierung von Roh- und Handelsstoffen vereinfachen. Dabei haben sich die Konzerne für einen unkonventionellen Weg entschieden. Sie selbst gründeten Komgo. Das neue Unternehmen mit seinem Managerteam, das aus Baptiste Audren, Toon Leijtens und CEO Souleïma Baddi besteht, soll hier nach neuen Wegen suchen.

Die Blockchain-Technologie wird immer wichtiger und hält in den unterschiedlichsten Branchen Einzug. Auch für Finanzdienstleister und Versicherungsunternehmen bieten sich neue Chancen. Durch die Nutzung dieser neuen Möglichkeiten lassen sich Geschäfte einfacher und schneller abwickeln, weshalb die Unternehmensgewinne höher ausfallen und die finanziellen Belastungen sinken. In Genf haben sich nun 15 Großbetriebe getroffen und dieses Unternehmen gegründet. Vertreter aus dem Banken-, Energie- und Handelssektor sind daran beteiligt. Das Ziel dabei ist eine wesentliche Digitalisierung von Prozessen in der Handels- und Rohstofffinanzierung.


Mehr Effizienz durch die Blockchain

Die Chefin von Komgo, Souleïma Baddi, erklärte, dass das Ziel des Unternehmens ein effizienteres und offeneres Netzwerk für den Handel mit Rohstoffen ist. Die Blockchain-Technologie ist dabei das bevorzugte Mittel der Wahl. Durch diese soll es zu kollaborativeren und stabileren Geschäftsbeziehungen kommen, so Joseph Lubin. Er ist Mitgründer der der Plattform Ethereum. Gleichzeitig ist er Chef von Consensys. Dabei handelt es sich um ein Blockchain-Startup. Zusammen sollen diese beiden Betriebe eine neue Handelsplattform ins Leben rufen, die auf der Blockchain basiert und diese nutzt.
Dabei hat Komgo ein klares Ziel ausgegeben. Die Firma möchte der Marktführer im Bereich der Rohstoffhandelsfinanzierung werden. Die Plattform nimmt so einen zentralen Punkt ein. Alle Parteien, die am Rohstoffhandel beteiligt sind, sollen diese nutzen und über diese in Verbindung stehen. Es gab mit Easy Trading Connect 1 und 2 vor der Gründung schon zwei Joint Ventures. Interessierte konnten dort Geschäfte, die in den Bereich der Roh- und Handelsstofffinanzierung fielen,  abwickeln. Schon damals kam die Blockchain zum Einsatz.


Die Vision und die Vorteile

Durch den neuen Weg sollen Unternehmen, die in diesem Tätigkeitsfeld angesiedelt sind, schneller an Informationen gelangen und Transaktionen in Echtzeit abschließen können. Es kommt somit zu keinen Zeitverlusten mehr und die Vorgänge sind schneller abgeschlossen. Zusätzlich ist auf diese Weise sichergestellt, dass man die aktuellen Weltmarktpreise als Verhandlungsbasis hat. Diese stellen in vielen Fällen hohe finanzielle Belastungen dar, da sie sich sekündlich ändern und es zu großen Schwankungen kommt. Nun können Marktteilnehmer umgehend eingreifen und sofort auf die Geschehnisse reagieren, ohne dass es zu Verzögerungen kommt. Durch die schelle Abwicklung der Handelsprozesse sollen die Kosten geringer ausfallen und der finanzielle Spielraum für die Unternehmen steigen.
Die Sicherheit der Geschäfte ist dabei ein weiterer Aspekt. Die Entwickler setzen auf Ethereum, da die Ethereum-Blockchain etabliert ist und über hohe Standards verfügt. Durch die Zusammenarbeit mit Consensys hat man zusätzlich einen Wissensvorsprung und einen besseren Einblick in die Materie, da Joseph Lubin als Mitbegründer ein enormes Know-How über die Technologie zur Verfügung stellt.