Diese Immobilien - Start-ups schaffen neuen Raum

Während die Politik noch auf der Suche nach Lösungen ist - und nach der kaum wirksamen Mietbremse wohl einen komplett neuen Ansatz benötigt - bieten verschiedene Start-Ups bereits jetzt interessante Lösungen an, die bei der Wohnungsknappheit helfen können. Dabei geht es um innovative Verfahren, um eine bessere Verwaltung und nicht zuletzt darum, den Kunden bei der Suche nach einer guten Wohnung zu helfen.

Das Problem rund um den Wohnungsmarkt in Deutschland ist alles andere als neu und hat sich in den vergangenen Jahren nur noch weiter verschärft. Während die Mietpreisbremse umgangen werden kann oder teilweise in manchen Kommunen bereits ganz außer Kraft gesetzt wurde, wenden sich immer mehr Unternehmen und private Kunden an Start-Ups. Diese haben sich schon lange mit der Problematik beschäftigt und bieten verschiedenste kreative Lösungen, die kurzfristig und langfristig ein Teil einer ganzheitlichen Lösung des Problems werden können. Hier sind einige Beispiele von Start-Ups, die bereits jetzt auf dem sensiblen Markt für Immobilien unterwegs sind:

Tech Tiny House: Brendan Thome und Sina Martensen aus Stuttgart haben mit ihrem Start-Up ein Produkt geschaffen, das besonders für Studenten interessant ist. Sie haben damit angefangen, kleine Wohneinheiten auf Anhängerkupplungen zu bauen. Diese haben nicht nur den Vorteil von hoher Mobilität, sondern sind mit einem Stückpreis zwischen 30.000 und 60.000 Euro auch durchaus für verschiedene Klassen erschwinglich. Bis zu 22,5 Quadratmeter werden bei dieser Lösung geboten - am Ende braucht es also nur noch einen Stellplatz.

Icon: Der Dienstleister Icon hat sich ein Verfahren ausgedacht, in dem verschiedene wichtige Elemente eines Wohnhauses im 3D-Drucker entstehen. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Produktion deutlich schneller funktioniert als bei einem normalen Haus, sondern auch dafür, dass der Preis im direkten Vergleich deutlich günstiger ist. Auch hier ist dann aber weiterhin die Frage nach einem passenden Platz für das Haus gegeben - der Ansatz ist aber durchaus interessant.

Brownfield24: Um genau dieses Problem rund um die Grundstücke und Bauflächen zu beheben, hat das Start-Up aus Fürth einen Blick auf die vielen ungenutzten Grundstücke in Deutschland geworfen. So vermitteln sie zum Beispiel alte Industrie-Gelände oder brachliegende Grundstücke, die schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt werden aber in oft prominenter Lage die richtige Basis für den Ausbau gegeben. Die bereits bestehenden Grundstücke sollen so endlich wieder einer aktiven Nutzung und Aufarbeitung zugeführt werden.

MQ Real Estate und Cabin Spacey: Wenn auf der Erde kein Platz mehr ist, muss man in die Höhe wachsen. Die Nachverdichtung, also der Bau in die Höhe, wurde in vielen deutschen Großstädten bisher vernachlässigt. Diese beiden Start-Ups gestalten Konzepte, in denen Wohneinheiten auf Parkhäusern oder anderen Dächern abgestellt werden. So sollen die oft unterschätzten Flächen genutzt werden, die in den meisten Großstädten vorhanden sind.

Mietright: Mietright soll dabei helfen, zu prüfen, ob die Mieten in einem Gebiet zu hoch sind. Nach einer Prüfung ist es den Nutzern möglich, das Start-Up mit der Durchsetzung der eigenen Ansprüche zu beauftragen und die Mieten zu senken. Derzeit sorgt aber eine unsichere rechtliche Situation dafür, ob und wie lange der Dienst noch zur Verfügung stehen wird. Ein Prozess ist anhängig.