Digital Health: Dieser Innovationsschub beflügelt die Branche

Die Corona-Krise hat der Digitalisierung im Gesundheits-Sektor einen kräftigen Schub verliehen. Anleger bieten sich unter dem Stichwort „Digital Health“ innovative und wachstumsstarke Unternehmen. Besonders ein Fonds sticht in dem Sektor hervor.

Mehr Effektivität, Kostenersparnis und nicht zuletzt mehr zufriedene Patienten – die Digitalisierung der Gesundheitsbranche ist eine enorme Chance für Unternehmen, sich zukunftsfähig aufzustellen und mit innovativen Technologien zu punkten. Kein Wunder, dass das Thema Digital Health zunehmend in den Blickpunkt von Investoren rückt. „Der Digital-Health-Sektor boomt und steht dabei erst am Anfang einer sehr dynamischen Wachstumsphase“, sagt Stefan Blum, Portfoliomanager beim Schweizer Healthcare-Spezialisten Bellevue Asset Management.

Gerade während der Covid-19-Pandemie hat die Gesundheitsbranche verstärkt auf neue Technologien gesetzt. Ob virtuelle Sprechstunden, E-Visiten oder medizinische Daten, die in Echtzeit digital analysiert werden können – durch Covid-19 wurden Entscheidungen stark beschleunigt und neue Entwicklungen angestoßen. Neue Anwendungen wie Cloud-Computing, Konnektivität und künstliche Intelligenz haben so Einzug in das Gesundheitswesen gehalten, sorgen für dringend benötigte Effizienzsteigerungen und verbessern die Pflege bei niedrigeren Kosten.


Telemedizin als ein Wachstumssektor

Allein der Telemedizin-Markt wird laut Fortune Business Insights bis 2026 ein globales Marktvolumen von über 185 Milliarden US-Dollar erreichen. Zum Vergleich: 2018 waren es noch rund 34 Milliarden US-Dollar. „Wir wissen, wie Smartphones und die Digitalisierung unser Geschäfts- und Privatleben verändert hat. Genau derselbe Entwicklungsprozess findet jetzt im Gesundheitsbereich statt“, sagt Blum.

Aktuell mache der Gesundheitssektor immerhin zwölf Prozent des globalen BIP aus – Tendenz steigend. Das Potenzial ist enorm: Beispiel Inspire Medical. Die Firma hat einen Zungenschrittmacher entwickelt. Er verringert das Risiko für Patienten, die an gefährlichen nächtlichen Atemaussetzern leiden, erheblich. Oder Dexcom. Das US-Unternehmen gilt als technologischer Vorreiter bei Blutzuckermessgeräten, deren Daten in Echtzeit digital analysiert werden können. Für die Betroffenen der Volkskrankheit Diabetes ein echter Segen.

Das zeigt: Disruptive Technologien und Lösungen, die sich die Digitalisierung zu Nutze machen, erobern das Gesundheitswesen. Und dies mit positivem Effekt auf Behandlungsqualität, Effizienz und Gesamtkosten. Aufgrund der positiven Wachstumsaussichten steigt auch das Interesse von internationalen Investoren, was einen zusätzlichen Innovationsschub in der Branche bewirkt.


Starkes Interesse von Risikokapitalgebern

„Risikokapitalgeber haben seit 2011 mehr als 60 Milliarden US-Dollar in über 3.000 Digital-Health-Unternehmen investiert. Mit akzentuierender Tendenz, allein im ersten Quartal dieses Jahres floss fast so viel Geld in die Branche wie im gesamten Jahr 2019“, berichtet Blum. Der Experte ist überzeugt, dass die hohe Wachstumsdynamik und die nicht-zyklische Nachfrage den Unternehmen auch künftig zu einer exzellenten Ausgangslage für eine starke Wertentwicklung verhelfen.

Dass es sich lohnt, als Anleger in diesem spannenden Wachstumssegment dabei zu sein, zeigt auch der Blick auf die Investmentfonds, die sich auf das Thema spezialisiert haben. So hat der BB Adamant Digital Health Fonds seit Auflage vor drei Jahren um beeindruckende 157 Prozent zugelegt. Mit dieser Wertentwicklung ist der von Stefan Blum und Marcel Fritsch gemanagte Fonds laut Auswertung von Lipper/Refinitiv sogar der renditestärkste aus insgesamt 104 aktiv gemanagten Produkten im Segment globale Gesundheitsaktien. Dieser Erfolg schlägt sich im Fondsvolumen nieder: Zum Stichtag 31. April 2021, also genau drei Jahre nach Auflegung, war der Fonds 1,3 Milliarden Euro schwer.


Zweistelliges Umsatzwachstum im Fokus

Anleger erhalten über den BB Adamant Digital Health Zugang zu einem globalen und liquiden Portfolio von stark wachsenden Technologieaktien, das ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum über alle Portfoliounternehmen anstrebt. „Wir konzentrieren uns auf schnell wachsende, disruptive Digital-Health-Unternehmen, die bereits einen positiven Cash-Flow erzielen oder zumindest bis zum Erreichen des Break-evens ausreichend finanziert sind“, erläutert Portfoliomanager Fritsch die Strategie.

Es gebe jede Menge Investitionsmöglichkeiten, sei es in Form von cloudbasierten Lösungen, künstlicher Intelligenz, Big-Data-Anwendungen, Robotik oder Sensorik. „Es gibt sehr viele spannende Firmen in den USA, Europa aber vermehrt auch in Asien“, so Fritsch und ergänzt: „Der Fonds eignet sich bestens für ein diversifiziertes Portfolio, da er kaum eine Überschneidung mit dem breiten Technologie-, Healthcare- oder Small-und-Mid-Cap-Universum aufweist.“