Doppelagent: Aston Martins will Produktion stark ausbauen

Der Brexit stellt für viele Firmen und Unternehmen ein unkalkulierbares Risiko dar, weshalb diese mit Einbrüchen beim Absatz rechnen. Der englische Luxusfahrzeug-Hersteller Aston Martin hingegen geht davon aus, dass die Nachfrage weiterhin steigt, weshalb bis zum Jahr 2025 eine Verdoppelung der Herstellung geplant ist. 14.000 Wägen sollen dann das Fabrikgelände verlassen.

Hierfür sind die verbesserte Weltkonjunktur und der damit verbundene Anstieg der Gehälter verantwortlich. In wachsenden Industrienationen verändert sich zusätzlich die Gesellschaft. Ein Anstieg des Reichtums in der Mittel- und Oberschicht ist erkennbar. Dieser führt dazu, dass die Kaufkraft steigt und sich diese Kreise mit Luxuswaren und Statussymbolen versorgen möchten. Der einfachste Weg für die Zurschaustellung der eigenen gesellschaftlichen Stellung ist dabei ein Auto. Dieses sieht jeder und kann sofort einschätzen, wie teuer es ist.
Da die wachsenden Märkte außerhalb Europas liegen, hat der Austritt aus der Europäischen Union keinen Einfluss auf die Geschäfte. Zwar ließ die Nachfrage in China etwas nach, doch die dortigen Wirtschaftsreformen, welche die Regierung durchführt, sorgen voraussichtlich dafür, dass sich die Kaufkraft verbessert.
Der Handelskrieg zwischen den USA und China ist ein weiterer Aspekt. Pkws aus den Vereinigten Staaten sind daher teurer, weshalb andere Modelle und Marken an Attraktivität hinzugewinnen. Neben deutschen Fahrzeugen sind englische Autos bei Chinesen sehr gefragt. Die Motorisierung nimmt immer mehr zu, weswegen sich die Nachfrage vergrößert. Eine Sättigung ist noch nicht eingetreten.



2017 als gutes Omen für die Zukunft

Trotz des guten Rufs liegen schwere Zeiten hinter Aston Martin. Erst im letzten Jahr verbuchte der Wagenbauer wieder einen Gewinn, der bei knapp 100 Millionen Euro lag. Somit schrieb er erstmals seit 2010 wieder schwarze Zahlen. Anpassungen der Geschäftsstrategie waren dafür ein Gesichtspunkt. So stattet der Betrieb den englischen Vorzeigeagenten und Kinohelden James Bond wieder mit seinen Modellen aus. Der Bekanntheitsgrad steigt dadurch und zusätzlich verbessert sich das Konzernimage.