Drei Geldanlagen für unruhige Zeiten

Schon in den nächsten Wochen und Monaten könnte es an den Börsen wieder zu deutlichen Bewegungen nach unten kommen. Das Wachstum in den letzten vier Jahren war deutlich, schon die Logik der Märkte erfordert, dass bald ein kleiner Absturz und eine damit verbundene Konsolidierung der Aktienkurse kommen muss. Spätestens dann, wenn die Börse sich in einer Krise befindet, sind die Anleger wieder auf der Suche nach alternativen Formen der Geldanlage. Die folgenden Möglichkeiten stehen zur Verfügung - und bieten dabei verschiedene Vor- und Nachteile für diejenigen, die sich nicht auf das Glück mit Wertpapieren verlassen möchten.

Beim Thema konservative Geldanlagen fällt der Fokus sehr schnell auf das Gold. Seit vielen Jahren gilt es für die Anleger der Finanzwelt als eine ernsthafte Alternative im Bereich der krisensicheren Anlageformen. Gerade dann, wenn die anderen Märkte sich in einer unsicheren Situation befinden, steigt der Goldkurs stetig, weil alle auf der Suche nach Möglichkeiten sind, wie sie ihr Geld ohne hohes Risiko investieren können. Fakt ist aber auch, dass die Anlage in Gold in den letzten Jahren regelmäßig enttäuscht hat. Es gab zwar kaum Verluste bei Werten, aber viele Anleger haben sich eine höhere Rendite davon versprochen, dass sie das Geld in unsicheren Zeiten in Gold investiert haben.

Im Herbst 2011 war der Goldkurs auf seinem Höhepunkt. Nach der Wirtschafts- und Immobilienkrise haben Regierungen, institutionelle Investoren und kleine Anleger ihr Glück mit dem Edelmetall probiert. Seitdem haben die Kurse einen Sturz hingelegt, was vor allem daran liegt, dass viele Anleger auf die Aktien gewechselt sind. Gold ist daher vor allem in Krisenzeiten eine gute Möglichkeit, wie man den einen oder anderen Euro mit der eigenen Anlage verdienen kann. Noch klüger ist es, wenn man bereits vor einer eventuellen Krise den einen oder anderen Anteil in diesem Bereich erwirbt, um dann von steigenden Kursen im Ernstfall zu profitieren.

 

Festgeld und Tagesgeld - die ständigen Alternativen

In guten Zeiten ist es relativ sinnlos, sich mit den Anlagen der Banken zu beschäftigen. Das zeigt schon ein Blick auf die Zinsen. Festgeld und Tagesgeld haben in den letzten zehn Jahren ganz erheblich an Wert verloren. Das lag zum einen daran, dass die Zinsen allgemein recht niedrig waren und zum anderen daran, dass es für die meisten Anleger nicht interessant war, sich mit entsprechenden Alternativen zur Aktie zu beschäftigen. Fakt ist aber auch, dass die Banken seit jeher eine gute Politik der Geldanlagen bieten und gerade in Krisenzeiten bei den Anlegern gefragt sind. Wer auf der Suche nach einer Alternative für das eigene Portfolio ist, kann hier fündig werden - sollte sich aber in keinem Fall alleine auf das Urteil der Verkäufer und Berater einer Bank oder Sparkasse verlassen.

Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigt, das eigene Kapital in ein Tagesgeld oder Festgeld zu investieren, sollte sich vor allem mit den Möglichkeiten der Recherche im Internet beschäftigen. Meist sind es nicht die deutschen Banken, die hier die besten Angebote haben, sondern amerikanische oder britische Institute. Bei diesen sind die Zinssätze spürbar höher und trotzdem gilt - im Fall der Briten - die allgemeine Einlagensicherung. Ein Vergleich im Internet kann dafür sorgen, dass man auch hier gute Angebote findet und somit eine Alternative zum Aktienmarkt. Denn der größte Vorteil von Festgeld und Tagesgeld liegt noch immer in der hohen Sicherheit, die mit diesen Produkten verbunden ist.

 

Aktien - auch im Fall einer Börsenkrise

Auf den ersten Blick erscheint es natürlich absurd im Angesicht von fallenden Kursen und unsicheren Zeiten das eigene Geld in Wertpapiere zu investieren. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit - also auch der Kursstürze der letzten Jahre - zeigen aber, dass bei Weitem nicht alle Aktien von einer eventuellen Krise an der Börse betroffen sind. Meist sind es große Papiere oder große Unternehmen, die zuerst die Schwankungen und Launen der Investoren spüren. Es gibt eine Vielzahl an Aktien, die von einem Kurssturz in der Regel nicht betroffen sind. Die sogenannten defensiven Aktien mögen keine großen Kurssprünge machen, sie bieten aber eine konstante Rendite und Steigerung und haben sich in den vergangenen Zeiten als relativ stabil erwiesen, was Krisen angeht. Zu diesen Papieren gehören zum Beispiel die Anteile von Immobilienfirmen oder Hersteller von Konsumgütern - denn diese Unternehmen profitieren auch in einer Krise.

Davon ab ist es lohnenswert, im Fall von Kursstürzen die Börse genau zu beobachten. In der Regel pendelt sich die Bewertung der Aktien einfach nur ein. Der Hype ist vorbei und Unternehmen werden mit einem Mal realistisch bewertet. Genau an diesem Punkt kann es sich lohnen, mit dem eigenen Kapital einzusteigen. Ein langfristiges Investment sorgt dafür, dass man zu den großen Profiteuren zählt, wenn nach einer Krise die Kurse wieder steigen und die Papiere binnen von wenigen Monaten deutlich mehr wert sind.

Mit diesen Optionen ist man gut in eine Krise gerüstet und sollte die Option haben, das eigene Geld gewinnbringend zu investieren - von sicher bis defensiv.