Duell gegen Trump: Ex-Starbucks-Chef will als US-Präsident kandidieren

Der ehemalige Starbucks-Chef Howard Schultz will im Rennen um die US-Präsidentschaft mitmischen. Wie der 65-Jährige mitteilte, habe er bereits mit den Vorbereitungen für eine mögliche Kandidatur begonnen. Trump reagierte mit Spott auf die Ankündigung.

Howard Schultz, ehemaliger Starbucks-Chef, plant offenbar eine Kandidatur als US-Präsident. Die Chancen des US-Amerikaners werden jedoch als gering eingeschätzt. Den US-Präsidenten machen in der Regel die Republikaner und die Demokraten unter sich aus. Unabhängige Kandidaten verfügen nicht über den notwendigen politischen Rückhalt, um die Wahl für sich zu entscheiden. Allerdings könnte Schultz sowohl den Republikanern als auch den Demokraten Stimmen wegnehmen und somit in der Vorwahl als "Wild Card" fungieren. Diese Befürchtung äußerten nun auch die Demokraten, die Schultz bereits zu einem Rückzug geraten haben, aus Angst, dieser könne demokratische Wähler stehlen und damit Trump in die Karten spielen.
Schultz ist ein offener Clinton-Unterstützer und sammelte während der vergangenen Wahlkämpfe Spenden für Barack Obama und Hillary Clinton. An Trump übte er in der Vergangenheit immer wieder Kritik, weil dieser nur seine eigenen Interesse im Sinn habe. Gleichzeitig kritisiert er auch die Demokraten. Die Partei sei ihm aktuell deutlich zu links, wie er in einem Interview mit dem TV-Sender CNBC verlauten ließ. Die geplante Reichensteuer, die im vergangenen Jahr von den demokratischen Senatorinnen Elizabeth Warren und Kamala Harris forciert wurde, bezeichnete Schultz als unrealistisch. Bei einer eigenen Präsidentschaft würde er der Wirtschaft deutlich mehr Spielraum einräumen, so Schultz. Während die Demokraten Schultz Pläne für eine Präsidentschaft gänzlich ablehen, reagiert Trump mit einem Augenzwinkend auf die Polit-Pläne des Unternehmers.


Trump begrüßt Schultz Präsidentschafts-Pläne

US-Präsident Trump nimmt die Pläne des Business-Kollegen bislang nicht ernst. Auf Twitter stimmt er Schutz bezüglich dessen Aussagen zu, dass er nicht die klügste Person sei und verteilte gleichzeitig Spitzen gegen den Kaffee-Mogul. „Ich hoffe nur, dass Starbucks mir im Trump Tower immer noch Miete zahlt“.
Erst kürzlich hatte Schultz in einem Interview mit dem US-Sender CBS News verraten, dass er sich selbst für durchschnittlich intelligent halte. Umso wichtiger sei es, sich mit den richtigen Leuten zu umgeben, so Schultz.


Finale Entscheidung im April

Howard Schultz war erst im vergangenen Jahr als Starbucks-Chef abgetreten. Er war seit dem Jahr 1982 Oberhaupt der Café-Kette und führte das Unternehmen in weniger als vier Jahrzehnten von einem einzigen Geschäft zu einer Weltmarke mit 25.000 Filialen. Seit seinem Rücktritt war Schultz auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Die seit langem kursierenden Spekulationen über eine politische Karriere scheinen nun zumindest immer wahrscheinlicher zu werden. Der Ex-Starbuck-Chef befindet sich aktuell auf großer Buch-Tour durch die USA. Erst danach soll die finale Entscheidung über eine mögliche Kandidatur fallen.